Raser mit bis zu 200 km/h in Thüringen geblitzt – Motorradfahrer drohen drei Monate Fahrverbot

(Symbolbild)

Bei Geschwindigkeitskontrollen in Erfurt und im Landkreis Sömmerda haben Polizistinnen und Polizisten in den vergangenen Tagen zahlreiche Verstöße festgestellt. Der extremste Fall: Ein Motorradfahrer raste mit bis zu 200 km/h über Bundes- und Landesstraßen.

In Schmira kontrollierten Beamte auf Höhe eines Möbelhauses in Fahrtrichtung Erfurt. Innerhalb von fünf Stunden passierten knapp 2.300 Fahrzeuge die Messstelle. 82 Fahrer überschritten dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Den höchsten Wert erreichte ein Ford-Fahrer aus dem Zulassungsbereich Gotha mit 115 km/h. Ihm drohen nun ein Bußgeld von mindestens 320 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot.

Auch in Schloßvippach führten Polizisten eine Geschwindigkeitsmessung durch. In der Weimarischen Straße wurden innerhalb von knapp fünf Stunden 438 Fahrzeuge gemessen. 17 Fahrer waren schneller als die erlaubten 50 km/h. Der höchste gemessene Wert lag bei 94 km/h. Für diesen Verstoß sind 400 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot vorgesehen.

Den extremsten Fall stellte eine zivile Streifenbesatzung im Bereich von Schillingstedt fest. Ein Motorradfahrer war mit seiner KTM aus dem Zulassungsbereich Erfurt auf der Bundes- sowie der Landesstraße bei erlaubten 100 km/h mit bis zu 200 km/h beziehungsweise 170 km/h unterwegs. Nach derzeitiger Bewertung muss der Mann mit einem Bußgeld von mindestens 940 Euro, zwei Punkten sowie drei Monaten Fahrverbot rechnen. Die abschließende Ahndung obliegt der zuständigen Bußgeldstelle.

Die Polizei weist darauf hin, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählen. Wer zu schnell fährt, verlängert seinen Bremsweg, verkürzt seine Reaktionszeit und nimmt sich selbst sowie anderen Verkehrsteilnehmern jede Sicherheitsreserve.

» Weitere Polizeimeldungen