Sachsen-Anhalt: Moderate Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 21. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Sachsen-Anhalt eine regional differenzierte Bodenfeuchtesituation. Während der Norden und größere Teile der Mitte normale bis feuchte Bodenfeuchte aufweisen, dominiert im südlichen Landesteil moderate Trockenheit. Etwa ein Drittel der Landesfläche ist von ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Bedingungen betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen-Anhalt (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle: Der nördliche Landesteil um Stendal und Salzwedel weist normale Bodenfeuchte auf, erkennbar an den grünen und weißen Bereichen der UFZ-Karte. Die zentralen Gebiete um Magdeburg zeigen überwiegend normale Verhältnisse mit vereinzelten hellgelben Flächen. Im Süden, besonders um Halle und in Richtung Harz, dominieren orange eingefärbte Gebiete, die nach UFZ-Definition moderate Dürreklasse anzeigen – ein statistisch alle zehn Jahre auftretendes Ereignis. Kleinflächig sind auch einige rote Bereiche erkennbar.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 9,8 mm Niederschlag unterdurchschnittliche Regenmengen bei milden Temperaturen um 13,8°C. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, reagiert sie träge auf kurzfristige Wetteränderungen. Die Prognose sieht für die kommenden drei Tage keinen Niederschlag vor, bei steigenden Temperaturen bis 28,5°C, was die Verdunstung erhöhen dürfte.

Für die Landwirtschaft bedeuten die moderat trockenen Bedingungen im Süden erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerungsplanung. Die Forstwirtschaft sollte besonders in den betroffenen Gebieten die Waldbrandgefahr im Blick behalten. Die normale Bodenfeuchte in weiten Teilen des Nordens zeigt jedoch, dass die Wasserversorgung landesweit nicht gefährdet ist.

Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.