Sachsen: Schwere Dürre dominiert weite Teile des Bundeslandes – Stand 19. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte zeigt für Sachsen eine angespannte Bodenfeuchtesituation: Weite Teile des Bundeslandes weisen rote Bereiche auf, was einer schweren Dürre entspricht. Diese Klassifikation tritt statistisch alle 20 Jahre auf. Ergänzt werden diese Gebiete durch orange Flächen mit moderater Dürre sowie vereinzelte dunkelrote Bereiche mit extremer Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein deutliches Gefälle: Die zentralen und östlichen Landesteile sind überwiegend von schwerer bis extremer Dürre betroffen, während der äußerste Westen stellenweise noch gelbe Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit aufweist. Vereinzelt finden sich im westlichen Randbereich auch noch normale Bodenfeuchtigkeitswerte. Die östlichen Regionen zeigen hingegen die stärkste Ausprägung mit teilweise dunkelroten Markierungen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die kritische Lage: Mit nur 2,1 mm Niederschlag in den letzten sieben Tagen und erwarteten 0 mm in den kommenden drei Tagen bei steigenden Temperaturen bis 26,1°C verschärft sich die Situation weiter. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe zeigt, reagiert dieser träge auf kurzfristige Wetteränderungen.

Schwere Dürre bedeutet spürbare Auswirkungen für die Landwirtschaft mit erhöhtem Bewässerungsbedarf und Stress für Kulturen. Auch Wälder sind betroffen, da die Wasserverfügbarkeit in tieferen Bodenschichten eingeschränkt ist. In den wenigen Bereichen mit extremer Dürre können bereits Ertragseinbußen auftreten.

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