Schlägerei in Regionalzug führt zu Notbremsung und Festnahmen in Altona

(Symbolbild)

Eine wechselseitige Körperverletzung zwischen zwei Männern in einem Regionalzug hat in der Nacht zu Samstag zu einer spektakulären Notbremsung und anschließenden Festnahmen im Bahnhof Altona geführt. Beteiligt waren ein 32-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Syrer.

Der Vorfall ereignete sich am 11. April 2026 gegen 01:24 Uhr in einem Regionalzug, der gerade vom Bahnhof Altona in Richtung Elmshorn abgefahren war. Nach einem verbalen Streit attackierten sich beide Männer gegenseitig mit Faustschlägen und Tritten. In der Hitze des Gefechts zog der 21-Jährige die Notbremse des Zuges.

Der 32-Jährige lief daraufhin zum Triebfahrzeugführer und meldete den Vorfall. Der Lokführer entschied, den Regionalzug, der bereits etwa 300 Meter vom Bahnhof Altona entfernt war, aufgrund der Notbremsung und der gefährlichen Situation zurück zum Bahnsteig zu fahren.

Alarmierte Bundes- und Landespolizisten erreichten schnell den Einsatzort und nahmen beide Männer am Bahnsteig fest. Die Beschuldigten bestätigten bei der Befragung, dass sie sich wechselseitig mit Faustschlägen und Tritten angegriffen hatten.

Der 21-Jährige wurde auf eigenen Wunsch mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus zur medizinischen Versorgung gebracht. Der 32-Jährige lehnte eine Behandlung durch die Rettungswagenbesatzung ab und verhielt sich während der polizeilichen Maßnahmen unkooperativ und aggressiv. Er musste gefesselt und in Gewahrsam genommen werden.

Im Bundespolizeirevier Altona bestätigte ein Amtsarzt die Gewahrsamsfähigkeit des 32-Jährigen. Nach ausreichender Ausnüchterung und Beruhigung wurde er um 5:25 Uhr wieder entlassen. Eine Atemalkoholkontrolle hatte bei ihm einen Promillewert von 1,78 ergeben, während der 21-Jährige nüchtern war.

Der genaue Auslöser der körperlichen Auseinandersetzung ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gegen beide Beschuldigte wurde jeweils ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Untersuchungen.