Im Kreis Gütersloh treiben derzeit Betrüger ihr Unwesen, die gezielt russischsprachige Menschen anrufen und mit einer perfiden Schockmasche um ihr Geld bringen. Innerhalb nur einer Woche haben sich drei Geschädigte bei der Polizei Gütersloh gemeldet – alle drei übergaben im guten Glauben vierstellige Geldbeträge an die Täter.
Die Betrugsmasche ähnelt den seit mehreren Jahren bekannten sogenannten Schockanrufen: Die Opfer werden von einer angeblichen Amtsperson angerufen, die ihnen mitteilt, ein naher Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht. Um eine drohende Haftstrafe abzuwenden, werden die Angerufenen aufgefordert, sofort einen höheren Geldbetrag an einen Abholer zu übergeben. Die Betrüger agieren dabei bundesweit und haben ihre Anrufe speziell auf russischsprachige Menschen ausgerichtet.
Damit die Geldübergabe reibungslos klappt, bleiben die Anrufer sehr häufig so lange in der Telefonleitung, bis der Abholer persönlich beim Opfer eingetroffen ist – eine gezielte Taktik, um die Betroffenen unter Druck zu halten und ein Nachdenken oder Rückfragen zu verhindern.
Die Polizei Gütersloh warnt eindringlich: Machen Sie am Telefon niemals Angaben zu verfügbaren Geldbeträgen. Wer von Unbekannten am Telefon nach Geld gefragt wird, sollte sofort auflegen. Außerdem appellieren die Ermittler dazu, Freunde, Bekannte und Nachbarn über diese Masche zu informieren. Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte sich umgehend an die Polizei wenden.