Im Ostalbkreis haben Betrüger mit sogenannten Schockanrufen am Montag mindestens zwei ältere Frauen um mittlere fünfstellige Beträge betrogen. In beiden Fällen gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und sprachen fließend russisch.
In Schwäbisch Gmünd kontaktierte eine Betrügerin gegen 14 Uhr eine 71-jährige Frau und gab sich als Kriminalbeamtin aus. Sie behauptete, die Tochter der Angerufenen habe einen schweren Unfall verursacht und müsse für mehrere Jahre ins Gefängnis – außer es werde eine Kaution gezahlt. Im Hintergrund der Telefonleitung war eine angebliche Tochter hysterisch schreiend zu hören. Die 71-Jährige packte daraufhin einen mittleren fünfstelligen Betrag in ein Kuvert und übergab es an der Haustür an einen unbekannten Mann.
Der Geldabholer war etwa 30 bis 40 Jahre alt, circa 190 Zentimeter groß und schlank. Er hatte dunkle, kurze Haare, die an den Seiten kurz geschnitten waren, und sprach ebenfalls fließend russisch. Bekleidet war er mit einem schwarzen T-Shirt und schwarzen Shorts. Die Polizei bittet Zeugen, die im Bereich der Oderstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Polizeirevier Schwäbisch Gmünd unter 07171 3580 oder bei der Kriminalpolizei Waiblingen unter 07361 5800 zu melden.
Ebenfalls am Montag wurde eine 74-jährige Frau in Ellwangen Opfer eines ähnlichen Betrugs. Auch hier sprach die Anruferin fließend russisch und trug einen vergleichbaren Sachverhalt vor. Die Seniorin übergab gegen 14:15 Uhr in zwei separaten Abholungen einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Geldabholer. Dieser konnte lediglich als schlank und komplett schwarz bekleidet beschrieben werden.
Personen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich Kellerhaus gemacht haben, werden gebeten, sich unter 07961 9300 beim Polizeirevier Ellwangen oder bei der Kriminalpolizei Waiblingen unter 07361 5800 zu melden.
Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und rät zur Vorsicht bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn von Notfällen innerhalb der Familie die Rede ist. Im Zweifel sollten Betroffene auflegen und ihre Angehörigen direkt unter bekannten Nummern kontaktieren. Auskünfte über Vermögenswerte sollten nicht erteilt und niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben werden.