Schwarzfahrer schlägt Bundespolizisten am Hamburger Hauptbahnhof

(Symbolbild)

Ein 29-jähriger Schwede hat am Hamburger Hauptbahnhof einen Bundespolizisten ins Gesicht geschlagen, nachdem er wegen Schwarzfahrens aus einem Nachtzug ausgeschlossen worden war. Der Vorfall ereignete sich am 19. Mai gegen 0:39 Uhr am abfahrbereiten Zug nach Malmö.

Der schwedische Staatsangehörige konnte bei einer Fahrkartenkontrolle durch die Zugbegleitung kurz vor Abfahrt keine gültige Bahnfahrkarte vorlegen. Daraufhin wurde die Bundespolizei angefordert. Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Beamten verließ der Mann den Zug nicht freiwillig, sodass er an den Armen aus dem Zug begleitet werden musste.

Bei dieser Maßnahme beschimpfte der 29-Jährige die Bundespolizisten und wehrte sich heftig. Dabei schlug er einem 25-jährigen Bundespolizisten mit der Faust ins Gesicht. Daraufhin wurde der Schwarzfahrer zu Boden gebracht und gefesselt.

Die Tathandlungen wurden durch die Bundespolizisten mit einer Bodycam aufgezeichnet. Bei den Widerstandshandlungen wurde kein Bundespolizist verletzt. Der nicht alkoholisierte Mann wurde in Gewahrsam genommen und zum Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof gebracht. Ein angeforderter Amtsarzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit.

Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung – Fingerabdrücke und Fotos wurden gemacht – und ausreichender Beruhigung wurde er aus dem Gewahrsam entlassen. Gegen den Beschuldigten wurden Strafverfahren unter anderem wegen Körperverletzung, Beleidigung, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

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