Große Verkehrskontrolle in Hamburg: 270 Einsatzkräfte überprüfen 809 Fahrzeuge

Mobil. Aber sicher! Quelle: Polizei Hamburg

Knapp 270 Polizistinnen und Polizisten aus fünf Bundesländern haben am Donnerstag von 6 bis 22 Uhr eine großangelegte Verkehrskontrolle im gesamten Hamburger Stadtgebiet durchgeführt. Unter der Leitung der Verkehrsdirektion Ost kontrollierten sie 809 Fahrzeuge und 855 Personen mit den Schwerpunkten „Alkohol und Drogen“ sowie „Rotlichtverstöße“.

Bei den Kontrollen wurden 25 Straftaten festgestellt, darunter neun Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis, vier Mal Fahren unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol, ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und ein Urkundendelikt. Hinzu kommen zehn weitere Straftaten.

Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten war deutlich höher: 143 Autofahrer und Radfahrer missachteten rote Ampeln, 105 nutzten verbotenerweise ihr Handy während der Fahrt. Weitere 53 Personen begingen Parkverstöße, 37 fuhren zu schnell und 25 schnallten sich nicht an. 16 weitere Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss berauschender Mittel, was als Ordnungswidrigkeit geahndet wurde. Sieben Fahrer machten Fehler beim Abbiegen oder Wenden, drei hatten ihre Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert. 90 weitere Ordnungswidrigkeiten kommen hinzu.

Die Polizei stellte 23 Mängelmeldungen aus, etwa wegen fehlender Dokumente oder technischer Mängel. 19 Blutprobenentnahmen wurden angeordnet und 23 Autofahrern die Weiterfahrt untersagt.

Zu den besonderen Vorfällen gehörte die Kontrolle eines 42-jährigen Russen im Sportplatzring in Stellingen, der mit seinem Pedelec unter Alkohol- und Cannabis-Einfluss fuhr. Der Atemalkoholtest ergab 2,22 Promille, der Drogentest war positiv auf THC. Eine Blutprobe wurde angeordnet.

Ein 43-jähriger Spanier legte bei einer Kontrolle einen offenbar gefälschten spanischen Führerschein vor. Das mutmaßliche Falsifikat wurde beschlagnahmt, die Polizei ermittelt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung.

An der Kennedybrücke stoppten Polizisten einen 49-jährigen Ghanaer nach einem Rotlichtverstoß. Bei ihm stellten sie körperliche Auffälligkeiten fest, ein Drogentest war positiv auf THC. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

Auf dem Gelände der Verkehrsdirektion 3 in der Rennbahnstraße entdeckten die Beamten an einem Auto mit Berliner Kennzeichen manipulierte Zulassungsplaketten. Die Kennzeichen wurden beschlagnahmt, es wurde ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet.

Ebenfalls in der Rennbahnstraße kontrollierten die Polizisten einen 50-Jährigen, gegen den ein Haftbefehl wegen früherer Verkehrsdelikte vorlag. Sie verhafteten den Mann und brachten ihn ins Untersuchungsgefängnis.

Bei einem weiteren Autofahrer stellten die Einsatzkräfte einen Teleskopschlagstock im Fahrzeug fest und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

An der Aktion beteiligten sich neben Hamburger Polizistinnen und Polizisten auch Kräfte der Bundespolizei, des Zolls sowie aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen. Die Verkehrsdirektion 6 führte im Bereich des Einkaufszentrums am Überseeboulevard zusätzlich Bürgergespräche und verteilte Informationsmaterial zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

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