Im Mittelpunkt der Polizeiarbeit im Raum Reutlingen standen am Wochenende mehrere schwere Verkehrsunfälle und Brände. Bei einem Arbeitsunfall in Hohenstein wurde ein 43-Jähriger zwischen zwei Bussen eingeklemmt und schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich am Samstagmorgen gegen 10 Uhr auf einem Firmengelände. Ein 76-jähriger Busfahrer wollte einen Reisebus der Marke Kässbohrer rückwärts zwischen zwei andere Busse einparken. Ein 43-Jähriger wollte beim Einparken helfen, geriet dabei aber zwischen den rückwärtsfahrenden Kässbohrer-Bus und einen geparkten Mercedes-Bus. Er zog sich schwere Verletzungen zu und musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. An den Bussen entstand ein Sachschaden von rund 4.500 Euro. Die Verkehrspolizei Tübingen übernahm die Ermittlungen.
In Pfullingen verunglückte am Samstagnachmittag ein 45-jähriger Gleitschirmflieger im Fluggebiet Wanne. Der Pilot hatte kurz nach seinem Start gegen 17 Uhr die Kontrolle über sein Fluggerät verloren und wurde in eine Baumgruppe getragen. Sowohl der Gleitschirm als auch der Pilot verfingen sich in den Bäumen. Bergwacht und Feuerwehr rückten mit insgesamt 24 Kräften an und retteten den 45-Jährigen. Er blieb nach bisherigem Kenntnisstand unverletzt.
Auf der Bundesstraße 312 in Engstingen kam es am Samstagnachmittag zu einem Auffahrunfall mit zwei Leichtverletzten. Ein 53-Jähriger fuhr gegen 16 Uhr mit seinem Toyota Land Cruiser auf der Reutlinger Straße von Honau in Richtung Ortsmitte. Er übersah einen verkehrsbedingt stark abbremsenden Skoda Kodiaq, in dem ein 35-jähriger Fahrer und eine 31-jährige Beifahrerin saßen. Der Toyota schob den Skoda auf eine vorausfahrende Mercedes-Benz C-Klasse einer 48-Jährigen auf. Die beiden Insassen des Skoda erlitten leichte Verletzungen, benötigten aber keinen Rettungswagen. An allen drei Fahrzeugen entstand ein ziemlich hoher Sachschaden von insgesamt etwa 40.000 Euro. Gegen 17 Uhr wurde die Unfallstelle geräumt und die B 312 war wieder komplett befahrbar.
In Neuhausen auf den Fildern ereignete sich am Samstagmorgen gegen 8 Uhr ein schwerer Arbeitsunfall. Ein 25-Jähriger geriet bei Arbeiten auf einem Firmengelände in der Bernhäuser Straße mit seinem Bein in einen Steinbrecher. Nach bisherigen Erkenntnissen konnte er sich aus eigener Kraft wieder befreien. Wegen der schweren Verletzungen forderte der Rettungsdienst einen Rettungshubschrauber an, der den Mann in eine Klinik flog.
Bei einem Fahrradunfall in Kirchheim unter Teck verletzte sich am Samstagmorgen ein vierjähriges Kind schwer. Der Junge fuhr gegen 10 Uhr den Auerbachweg von Schlierbach in Richtung Kirchheim unter Teck und wurde dabei von seiner 27-jährigen Mutter zu Fuß begleitet. An einem steilen, abschüssigen Teilstück verlor der Vierjährige die Kontrolle über sein Kinderfahrrad, geriet in den Grünstreifen und kollidierte mit einer Schutzplanke. Trotz Schutzhelm verletzte er sich so schwer, dass er mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Verkehrspolizei Esslingen übernahm die Ermittlungen.
In Altenriet brannte am Samstagnachmittag ein Gartenhaus. Gegen 14.30 Uhr meldeten Anwohner das Feuer in der Friedhofstraße. Die Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und 18 Kräften an und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Auslöser war vermutlich der Akku eines Gartengerätes, der im Gartenhaus geladen wurde. Niemand wurde verletzt, der Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt.
In Albstadt-Tailfingen zündete ein Unbekannter in der Nacht zum Sonntag gegen 1.15 Uhr ein Werbeplakat an einer Straßenlaterne in der Goethestraße an. Die Flammen breiteten sich auf eine nahe gelegene Thuja-Hecke aus und verursachten einen meterhohen Flammenschlag. Die Feuerwehr konnte das Feuer bekämpfen. Eine Gefahr für benachbarte Wohngebäude bestand nicht. Das Polizeirevier Albstadt ermittelt gegen den unbekannten Verursacher.
In Meßstetten verursachte ein 57-Jähriger am Samstagabend gegen 20.15 Uhr einen Unfall und flüchtete anschließend. Der Mann fuhr mit seinem Renault Mégane auf einen Supermarktparkplatz Im Grund und streifte einen wartenden Renault Austral eines 68-Jährigen. Danach entfernte er sich unerlaubt von der Unfallstelle. Die Ermittlungen führten zur Identifizierung des Flüchtigen. Bei der Kontrolle stellte die Polizei eine Alkoholisierung von über zwei Promille fest. Der Mann musste eine Blutprobe abgeben und seinen Führerschein noch vor Ort abgeben. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von etwa 4.500 Euro.
In Albstadt kam es am Samstagabend gegen 23.30 Uhr zu einem Brand in einer Werkstatt in der Eschachstraße. Anwohner bemerkten einen Flammenschein und alarmierten die Feuerwehr. Insgesamt 40 Kräfte der Abteilungen Lautlingen, Laufen, Margrethausen und Ebingen verhinderten ein Ausbreiten der Flammen und bekämpften den Brand rasch. Der Rettungsdienst war mit drei Fahrzeugen und zehn Kräften vorsorglich vor Ort, musste aber niemanden behandeln. Der Sachschaden wird auf etwa 3.000 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt noch zur Brandursache.