Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B27 zwischen Villingen-Schwenningen sind am Samstagnachmittag drei Menschen verletzt worden. Eine 59-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt.
Der Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr zwischen der Anschlussstelle B27/B523 (Zollhaus) und der Anschlussstelle B27/L173 (Industriegebiet Schwenningen Ost). Ein 25-jähriger ortsunkundiger BMW-Fahrer missachtete die Vorfahrt eines Renault Trafic, der ordnungsgemäß auf der B27 von Rottweil Richtung Bad Dürrheim fuhr. Der BMW-Fahrer ging irrtümlich davon aus, dass auf der B27 ein Einfädelungsfahrstreifen in seiner Fahrtrichtung vorhanden sei. Deshalb bog er von der L173 kommend ohne anzuhalten auf die B27 ab.
Der 63-jährige Fahrer des Renault Trafic versuchte eine Kollision zu verhindern, fuhr aber dennoch auf den BMW auf und wurde nach links auf den Gegenfahrstreifen abgewiesen. Dort kollidierte der Renault mit einem ordnungsgemäß entgegenkommenden Opel Corsa. Die 72-jährige Fahrerin des Opel wurde leicht verletzt, ebenso der Fahrer des Renault. Die 59-jährige Beifahrerin im Renault erlitt schwere Verletzungen. Alle drei Verletzten wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der BMW-Fahrer und seine drei Mitfahrer blieben unverletzt.
Der Sachschaden ist erheblich: Am BMW entstanden Schäden von etwa 6.000 Euro. Sowohl der Renault als auch der Opel erlitten wirtschaftliche Totalschäden in Höhe von 15.000 Euro beziehungsweise 7.000 Euro. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen und zwei Notärzten im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen und 22 Helfern an, um auslaufende Betriebsmittel zu beseitigen. Renault und Opel wurden abgeschleppt.
Die B27 blieb für Reinigungsarbeiten gesperrt. Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang.