Sieben herrenlose Gepäckstücke haben am Mittwochvormittag einen Großeinsatz der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof ausgelöst. Gegen 11:00 Uhr entdeckte eine Streife auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 7 und 8 vier große Reisetaschen, einen großen Reisetrolly und zwei große Säcke.
Da die Gegenstände nicht einsehbar waren und Lautsprecherdurchsagen erfolglos blieben, forderte die Bundespolizei den Entschärfungsdienst der Bundespolizeidirektion 11 an. Eine Videosichtung des betroffenen Bereichs ergab, dass zwei männliche Personen gegen 04:27 Uhr die Gegenstände dort abgestellt und sich anschließend entfernt hatten.
Der Bahnsteig der Gleise 7 und 8 wurde für Bahnreisende geräumt und abgesperrt. Auch die betroffenen Gleise 7 und 8 wurden gesperrt.
Gegen 11:38 Uhr, kurz nach Eintreffen der Spezialkräfte, erschien ein 46-jähriger Senegalese vor Ort und gab an, dass die Gepäckstücke ihm gehören würden. Er sei nur zu Besuch in Deutschland und habe die Sachen dort bis zur Abfahrt seines Zuges nach Schweden abgestellt.
Die Bundespolizei entschied, dass die Gegenstände ungefährlich sind und geöffnet werden können. Nach der Untersuchung des Inhalts – Reisegepäck sowie Lebensmittel – wurden die Gegenstände dem Mann übergeben. Nach einem ausführlichen Präventionsgespräch wurde der 46-Jährige aus den bundespolizeilichen Maßnahmen entlassen.
Um 12:04 Uhr wurden die Einsatzmaßnahmen beendet. Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Gegenstände in Zügen oder Bahnhöfen unbeaufsichtigt zu lassen und weist darauf hin, dass solche Einsätze in Rechnung gestellt werden können.