Speedmarathon: 1.000 Temposünder erwischt – Audi-Fahrer raste 60 km/h zu schnell

(Symbolbild)

Bei den intensiven Geschwindigkeitskontrollen am Mittwoch im Rahmen des europaweiten Speedmarathons haben Polizei und Verkehrsbehörden im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen rund 1.000 Fahrzeugführer wegen Verstößen beanstandet. Die Kontrollen erstreckten sich über die Landkreise Reutlingen, Esslingen, Tübingen und den Zollernalbkreis.

Insgesamt 136 Polizeibeamte an 31 Kontrollstellen sowie 18 Mitarbeiter der Verkehrsbehörden an 25 weiteren Standorten maßen die Geschwindigkeiten von knapp 28.800 Fahrzeugen. Von den 1.005 beanstandeten Fahrern lagen 43 Fälle im Anzeigenbereich, was mindestens ein Bußgeld von 60 Euro bedeutet. Sieben Fahrer müssen sogar mit einem Fahrverbot rechnen.

Besonders negativ fiel ein 46-Jähriger auf, der auf der schmalen, kurvenreichen L380A zwischen Metzingen-Glems und Eningen mit seinem Audi RS6 bei erlaubten 80 km/h rund 60 km/h zu schnell fuhr. Ihn erwarten zwei Punkte in Flensburg, ein Bußgeld von mindestens 560 Euro und zwei Monate Fahrverbot.

Neben den Geschwindigkeitsverstößen zogen die Beamten zwei Fahrer aus dem Verkehr, die unter Drogeneinfluss standen. 14 Verkehrsteilnehmer wurden mit dem Handy am Steuer erwischt, was jeweils einen Punkt in Flensburg und mindestens 100 Euro Bußgeld zur Folge hat. Weitere fünf Personen erhielten eine Verwarnung wegen Nichttragen des Sicherheitsgurts.

Der Speedmarathon am 15. April bildete den Schwerpunkt der europaweiten Geschwindigkeitskontrollwoche vom 13. bis 19. April 2026. Die Kontrollen konzentrierten sich besonders auf gefahren- und unfallträchtige Strecken in den vier Landkreisen.

Die Verkehrspolizei und Polizeireviere arbeiteten dabei in enger Abstimmung mit den Landkreisen und Kommunen zusammen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen verloren im vergangenen Jahr bei 35 Verkehrsunfällen 38 Menschen ihr Leben. In neun Fällen war überhöhte Geschwindigkeit ursächlich oder mitursächlich – das entspricht mehr als jedem fünften Verkehrstoten.