Speedmarathon in Südhessen: 826 Raser bei über 11.500 Messungen erwischt

Messstelle in Darmstadt

Bei der diesjährigen Geschwindigkeitskontrollaktion in Südhessen haben Polizeibeamte 826 Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit festgestellt. An insgesamt 36 Messstellen kontrollierten 111 Beamtinnen und Beamte sowie Bedienstete der Wachpolizei zwischen 6 und 22 Uhr mehr als 11.500 Fahrzeuge.

Die Beanstandungsquote lag bei 7,1 Prozent – das bedeutet, dass etwa jeder 14. gemessene Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs war. Die Polizei registrierte dabei drei besonders schwere Verstöße an verschiedenen Kontrollpunkten.

Den Spitzenwert erreichte ein Fahrer aus Heppenheim am Griesheimer Dreieck auf der Bundesautobahn 67: Dort wurde ein Fahrzeug mit 137 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen – nach Toleranzabzug. Für diese Geschwindigkeitsüberschreitung von 57 km/h drohen dem Fahrer 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.

Auf der Bundesstraße 43 in der Gemarkung Kelsterbach erwischten die Beamten einen weiteren Raser mit 113 km/h bei erlaubten 60 km/h nach Toleranzabzug. Auch hier fallen die gleichen Sanktionen an: 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Auf der Bundesautobahn 659 wurde ein 44-jähriger Mann aus Mannheim mit 147 km/h bei erlaubten 100 km/h nach Toleranzabzug gemessen. Für diese Überschreitung muss er mit 320 Euro Bußgeld, zwei Punkten in Flensburg und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

Die südhessische Polizei betonte, dass sich die meisten Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten hätten. Gleichzeitig warnte sie eindringlich vor den Gefahren überhöhter Geschwindigkeit: Diese sei die häufigste Unfallursache bei schweren und tödlichen Verkehrsunfällen und könne über Leben und Tod entscheiden.