Speedweek beendet: 515 Geschwindigkeitsverstöße im Bezirk Osnabrück registriert

(Symbolbild)

Die europaweite Kontrollwoche „Geschwindigkeit“ ist nach sieben Tagen intensiver Maßnahmen beendet. Die Polizeidirektion Osnabrück zieht eine verhalten positive Bilanz: Im gesamten Zuständigkeitsbereich vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln stellten die Beamten 515 Geschwindigkeitsverstöße fest.

Zahlreiche Polizisten waren während der Aktionswoche im Einsatz und setzten sowohl automatisierte Messverfahren als auch klassische Verkehrskontrollen ein. In 14 Fällen müssen die betroffenen Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen. An der europaweiten Aktion beteiligten sich nahezu alle Bundesländer.

Neben der Ahndung von Verstößen setzten die Einsatzkräfte auch auf Aufklärung und Prävention. In persönlichen Gesprächen wiesen sie die angehaltenen Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren ihres Verhaltens hin. Im Emsland bezogen die Beamten das Verkehrsprojekt „Uns reicht’s!“ ein, das von den negativen Erfahrungen und schlimmen Bildern nach schweren Verkehrsunfällen abgeleitet ist – auch durch zu schnelles Fahren.

„Noch immer sind zu viele Autofahrer zu schnell unterwegs. Gleichzeitig stellen wir fest, dass das Bewusstsein gegen überhöhte Geschwindigkeit wächst – zumindest in der vergangenen Woche. Rasen ist nicht cool – ganz im Gegenteil. Diese Botschaft kommt hoffentlich bei immer mehr Verkehrsteilnehmenden an“, erklärte Lars Plogmann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.

Zusätzlich zu den Geschwindigkeitsverstößen registrierten die Einsatzkräfte weitere Verkehrsvergehen: Zwei Personen fuhren ohne erforderliche Fahrerlaubnis – darunter ein Sattelzugfahrer, der einen gefälschten Führerschein vorlegte. Ein weiterer Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Zudem stellten die Beamten zwölf Verstöße wegen der unerlaubten Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt fest.

Die Verkehrsunfallstatistik unterstreicht die Bedeutung der Kontrollen: Mit 31.146 registrierten Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr blieb das Niveau nahezu unverändert. Deutlich rückläufig war hingegen die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang. Diese sank auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern, im Vorjahr waren es noch 85 Unfälle mit 91 Getöteten. Auch bei den Schwerverletzten gab es eine positive Entwicklung: 1.068 Menschen wurden schwer verletzt – der niedrigste Stand der vergangenen zehn Jahre. Überhöhte Geschwindigkeit spielt weiterhin eine große Rolle bei schweren Verkehrsunfällen.

Die Kontrollwoche fand im sogenannten Roadpol-Verbund statt, dem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der EU-Mitgliedsländer. Durch gemeinsame Aktionen sollen die europaweit häufigsten Unfallursachen bekämpft werden. Ziel der Schwerpunktkontrollen ist es, auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und an das Verantwortungsbewusstsein für die eigene Sicherheit und die aller anderen Verkehrsteilnehmer zu appellieren. Weitere Schwerpunkt-Kontrollen werden auch zukünftig stattfinden – angekündigt oder unangekündigt.