Streit in Flüchtlingsunterkunft eskaliert – 38-Jähriger mit Stichverletzungen im Krankenhaus

(Symbolbild)

Bei einer Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof wurde am gestrigen Nachmittag ein 38-jähriger Mann mit mehreren Stichverletzungen verletzt. Sicherheitsmitarbeiter fanden ihn gegen 15:30 Uhr in seinem Zimmer am Columbiadamm und alarmierten sofort den Rettungsdienst.

Nach ersten Ermittlungen hatten die drei Bewohner der Unterkunft gemeinsam gefeiert, als der 38-Jährige die Familie des 59-Jährigen beleidigte. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, an der sich auch ein 54-jähriger Bewohner beteiligte. Beide älteren Männer griffen den 38-Jährigen an und fügten ihm die Stichverletzungen zu.

Rettungskräfte brachten den verletzten Mann zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Seine Verletzungen sind nach ärztlicher Einschätzung nicht lebensgefährlich. Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen fest, die beide erheblich alkoholisiert waren. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 54-Jährigen einen Wert von rund 2,1 Promille, bei dem 59-Jährigen sogar 2,3 Promille.

Beide Männer wurden für Fingerabdrücke und Fotos sowie für eine staatsanwaltschaftlich angeordnete Blutentnahme in Polizeigewahrsam gebracht. Anschließend kamen sie wieder auf freien Fuß. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen und prüft die genauen Tatbeteiligungen und Tathandlungen. Gegen beide Männer besteht der Verdacht der gefährlichen Körperverletzung.

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