Südhessen: Über 35 Brände in der Silvesternacht gemeldet

In der Silvesternacht waren Polizeikräfte in ganz Südhessen im Einsatz, um einen sicheren Jahreswechsel zu gewährleisten. Der Übergang ins neue Jahr verlief größtenteils ruhig. Dennoch wurden Polizei und Feuerwehr wegen diverser Vorfälle alarmiert, vor allem aufgrund des unsachgemäßen Umgangs mit Feuerwerkskörpern sowie gemeldeter Brände.

Der Leitstelle des Polizeipräsidiums Südhessen wurden in den ersten Stunden des Jahres über 35 Brände gemeldet. Neben Hecken- und Mülltonnenbränden mussten die Feuerwehr und Polizei auch zu Fahrzeug- und Gebäudebränden ausrücken.

Um 22.15 Uhr meldeten Zeugen einen Dachstuhlbrand in der Bahnhofstraße in Messel. Die sofort herbeigeeilte Feuerwehr konnte das Feuer im Dach schnell löschen und eine Ausbreitung verhindern. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht abschließend fest, dürfte aber bei mehreren zehntausend Euro liegen. Ob eine Rakete das Feuer ausgelöst hat, ist ebenfalls noch unklar.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Balkonbrand in der Mühlstraße in Bad König schnell gelöscht werden. Gegen 21.30 Uhr wurde die Leitstelle über das Feuer informiert. Zeugen hatten Knallgeräusche wahrgenommen und anschließend den Brand bemerkt. Die Flammen griffen auch auf den darüberliegenden Balkon über, bevor Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrollen bringen und löschen konnten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht aktuell noch nicht fest.

Ebenfalls wegen des Verdachts eines Brandes rückten Polizei und Feuerwehr gegen 0.30 Uhr in die Clara-Zetkin-Straße nach Groß-Gerau aus. Wie sich jedoch herausstelle, war eine verirrte Rakete in der Dachrinne des Hauses abgebrannt und hatte glücklicherweise keine größeren Schäden verursacht.

Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz müssen sich ein 21 Jahre alter Mann aus Darmstadt und ein 18-Jähriger aus Erzhausen nach einer Kontrolle auf dem Luisenplatz in Darmstadt strafrechtlich verantworten. Kräfte der Bereitschaftspolizei hatten sie gegen 23.45 Uhr gestoppt und bei ihnen Feuerwerkskörper der Klasse F4 aufgefunden. Das Feuerwerk wurde sichergestellt und ein Verfahren gegen die beiden Männer eingeleitet.

Bei einem 15-Jährigen stellte eine Polizeistreife gegen 22 Uhr in Griesheim bei einer Kontrolle in der Flughafenstraße einen Schlagring sowie einen sogenannten „Polenböller“ und Feuerwerk der Kategorie F4 sicher. Die Gegenstände wurden sichergestellt, entsprechende Anzeigen erstattet und der Jugendliche den Erziehungsberechtigten übergeben.

Ein Jugendlicher aus Bensheim musste noch vor Mitternacht mit Verletzungen an der Hand ins Krankenhaus gebracht werden. Zeugen wählten gegen 22 Uhr den Notruf, nachdem ein Böller dem 16-Jährigen in der Hand explodiert war. Neben einem Rettungswagen wurde auch eine Polizeistreife verständigt.

Nach einer Auseinandersetzung in Rüsselsheim muss sich ein 43-Jähriger wegen des Verdachts der Körperverletzung strafrechtlich verantworten. Zunächst kam es zwischen dem Mann aus Frankfurt und einem 35-Jährigen aus Rüsselsheim an einer Haltestelle in der Brunnenstraße zu verbalen Streitigkeiten wegen eines Böllerwurfs. Im weiteren Verlauf soll der Tatverdächtige seinem Kontrahenten jedoch mehrfach ins Gesicht geschlagen haben.