Telefonbetrüger fordern 200.000 Euro von Ehepaar in Niederstetten

(Symbolbild)

Im Main-Tauber-Kreis und im Hohenlohekreis häufen sich aktuell Berichte über Telefonbetrug: Mehrere Personen haben sich bei der Polizei Heilbronn gemeldet und Betrugsversuche angezeigt. Betroffen sind Ehepaare in Niederstetten sowie eine Frau in Künzelsau.

In Niederstetten kontaktierten Betrüger in gleich zwei Fällen Ehepaare per Telefon. Die Anrufer behaupteten, die Tochter des jeweiligen Paares leide an Krebs und die Eltern sollten ins Krankenhaus kommen, um sich von ihr zu verabschieden. Zudem sprach der Anrufer von einer Chemotherapie in der Schweiz, die Kosten verursachen würde. In einem der beiden Fälle gipfelte der Betrugsversuch in einer konkreten Geldforderung von 200.000 Euro. Zur Zahlung kam es jedoch nicht.

In Künzelsau rief ein falscher Polizeibeamter bei einer Frau an. Er erkundigte sich unter dem Vorwand angeblicher Einbrüche in der Nachbarschaft gezielt nach Gold, Schmuck und Geld der Frau.

Das Polizeipräsidium Heilbronn warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor solchen Maschen und gibt konkrete Hinweise: Wer einen ungewöhnlichen Anruf erhält – ob von angeblichen Polizisten oder anderen Personen – sollte stets misstrauisch sein. Echte Polizeibeamte fordern niemals Bargeld oder Wertsachen zur angeblichen Sicherung von Ermittlungen. Wer einen Dienstausweis vorgezeigt bekommt, sollte dessen Echtheit überprüfen und im Zweifel sofort den Notruf 110 anrufen. Persönliche Daten, Bankverbindungen oder Sicherheitsinformationen dürfen niemals am Telefon an Fremde weitergegeben werden. Bei Verdacht auf einen Betrugsversuch sollte umgehend die Polizei informiert werden.

Die Polizei Heilbronn ist inzwischen auch auf WhatsApp vertreten und unter folgendem Kanal erreichbar: https://whatsapp.com/channel/0029Vb5xtFC7IUYQiWcl6y1v

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