Am Samstag, 16. Mai 2026, findet um 14 Uhr das Thüringenferby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt statt. Die Bundespolizei warnt vor möglichen Störungen im Bahnverkehr aufgrund der traditionellen Fanfeindschaft zwischen den Anhängern beider Vereine.
Wegen des erhöhten Konfliktpotentials bei einem unkontrollierten Aufeinandertreffen der Fans bereiten die Landespolizeiinspektion Jena und die Bundespolizeiinspektion Erfurt einen umfangreichen Einsatz vor. Die Trennung rivalisierender Fangruppierungen, insbesondere gewaltbereiter Fans, hat dabei höchste Priorität.
Die Polizei wird die bahnseitig reisenden Heim- und Gästefans begleiten. Dabei kann es im Erfurter Hauptbahnhof, an den Stadtbahnhöfen in Jena sowie den Bahnhöfen Weimar, Saalfeld, Gera, Naumburg und allen dazwischen liegenden Haltepunkten zu temporären Einschränkungen für andere Bahnreisende kommen. Die Bundespolizei will diese durch gezielte Kommunikation und lenkende Maßnahmen auf ein unabdingbares Maß reduzieren.
Vor dem Spiel dürfte besonders der Zeitraum zwischen 9 und 11 Uhr wegen paralleler Anreisen durch eine starke Auslastung der Züge Richtung Jena bestimmt sein. Eine Besonderheit: Die Fans von Rot-Weiß Erfurt wollen bereits vor dem Anpfiff um 14 Uhr nach ihrer angemeldeten Versammlung in Jena wieder in die Landeshauptstadt zurückreisen. Aus Protest wegen des behördlich reduzierten Gästekartenkontingents planen sie, das Spiel bei einem Public Viewing in Erfurt zu verfolgen. Daher könnte es im Zeitraum von etwa 12 bis 14 Uhr Richtung von Jena nach Erfurt erneut zu stark ausgelasteten Zugverbindungen kommen.
Die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Erfurt ist am Einsatztag für Medienanfragen unter der Telefonnummer 0152-04835971 erreichbar.