Bei Kontrollen rund um die Tuning World Bodensee 2026 hat die Polizei über 950 Fahrzeuge überprüft und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt. 55 Autos wurden wegen des Verdachts auf erhebliche technische Manipulationen sichergestellt oder beschlagnahmt.
Von Mittwoch bis Sonntag führten Beamte des Polizeipräsidiums Ravensburg schwerpunktmäßig im Bodenseekreis stationäre und mobile Kontrollen durch. Dabei stellten sie in 373 Fällen Verstöße gegen die geltenden Vorschriften fest. Rund 210 davon betrafen unzulässige technische Veränderungen an den Fahrzeugen, die sich bei vielen Autos deutlich auf das Lärmverhalten auswirkten.
81 Fahrerinnen und Fahrern untersagte die Polizei die Weiterfahrt, da ihre Fahrzeuge aufgrund technischer Veränderungen nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entsprachen. In einigen Fällen konnten die Mängel vor Ort behoben werden, sodass eine Weiterfahrt später möglich war. Insgesamt stellten die Beamten knapp 230 Mängelberichte aus.
Die 55 sichergestellten oder beschlagnahmten Fahrzeuge werden nun von technischen Gutachtern untersucht. Bei Verdacht auf illegale Leistungssteigerung werden sie zusätzlich auf einem Prüfstand überprüft.
Neben den technischen Verstößen entdeckte die Polizei weitere Delikte: Vier Personen führten ihre Fahrzeuge ohne gültige Fahrerlaubnis. In sechs weiteren Fällen ergab sich der Verdacht auf Drogeneinfluss am Steuer.
An den Kontrollen beteiligten sich zahlreiche speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten aus Baden-Württemberg sowie Kollegen aus anderen Bundesländern wie Bayern, Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Auch Einsatzkräfte aus Österreich und der Schweiz waren an den Kontrollstellen im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Zoll, Mitarbeitern des Landratsamtes und Kräften des Technischen Hilfswerks, die für die Logistik an den stationären Kontrollstellen sorgten.
Das Polizeipräsidium Ravensburg betonte, dass es dem Hobby Tuning grundsätzlich offen gegenüberstehe, solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Der überwiegende Teil der Tuning-Szene habe sich auch in diesem Jahr verantwortungsbewusst gezeigt und bewiesen, dass sich Tuning und Verkehrssicherheit nicht grundsätzlich ausschließen. Bei illegalen Umbauten, die negativen Einfluss auf die Verkehrssicherheit nehmen, werde die Polizei jedoch weiterhin konsequent Verstöße zur Anzeige bringen.