Vatertag 2026: Polizei verstärkt Präsenz in Region Lüneburg – Appell zum Maßhalten

(Symbolbild)

Zum Vatertag 2026 verstärkt die Polizei in der Region Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ihre Präsenz und appelliert an die Feiernden: „Maßhalten statt Maß halten“. Erfahrungsgemäß ziehen zu Christi Himmelfahrt unzählige Menschen mit Bollerwagen oder Fahrrädern durch die Region, um den traditionellen Vatertag zu feiern.

Nach Angaben der Polizei verhielt sich der Großteil der Feiernden bei den feucht-fröhlichen Touren in den letzten Jahren besonnen. Dennoch kam es zu einzelnen körperlichen Übergriffen und extremem Alkoholmissbrauch. Die Beamten wollen daher den vielen friedlichen Feiernden einen möglichst störungsfreien Tag ermöglichen, warnen aber: Aggressive Personen müssen mit einem Platzverweis und möglicherweise einer Strafanzeige rechnen.

Im Fokus der verstärkten Polizeikontrollen stehen die beliebten Ausflugsziele der „Vatertägler“. Polizeihauptkommissar Arne Schmidt vom Präventionsteam weist dabei besonders auf die Jugendschutzbestimmungen hin: Der öffentliche Konsum von Bier, Wein und Sekt ist erst ab 16 Jahren gestattet, andere alkoholische Getränke sowie Cannabis-Produkte, Zigaretten, Vapes und Shishas erst ab 18 Jahren. Dies gilt auch für Mischgetränke.

Wer stark alkoholisierten oder beeinflussten Jugendlichen Alkohol oder Tabakprodukte zur Verfügung stellt oder weitergibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Werden betrunkene Jugendliche von der Polizei aufgegriffen, müssen Eltern oder Erziehungsverantwortliche sie vor Ort abholen. Anderenfalls erfolgt der Transport durch Polizei – die Kosten werden den Jugendlichen beziehungsweise ihren Eltern in Rechnung gestellt. In schwerwiegenden Fällen informiert die Polizei das Jugendamt.

Für die Feierlichkeiten gelten zusätzliche Regeln: Die Feiertagsruhe muss eingehalten werden, da es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt. Umwelt und Natur sind zu schützen – vorhandene Toiletten zu benutzen und Müll entsprechend zu entsorgen. Waffen wie Messer oder Schlagwerkzeuge sowie andere spitze Gegenstände sind verboten, ebenso Böller und anderes Feuerwerk. Der Konsum von cannabishaltigen Produkten ist untersagt.

Die Polizei appelliert an Erziehungsberechtigte, diese Regeln mit ihren Kindern zu besprechen. Straftaten und Ordnungswidrigkeiten werden konsequent verfolgt.

» Weitere Polizeimeldungen