Ein etwa einjähriger Rehbock ist am späten Donnerstagabend von der Wasserschutzpolizei aus dem Hafenbecken in Bremerhaven gerettet worden. Ein Passant hatte das Tier über den Polizeinotruf im Bereich der Schleusenstraße gemeldet.
Die Beamten waren innerhalb von zehn Minuten mit einem Boot vor Ort und konnten das Reh unverletzt aus dem Wasser bergen. Obwohl Rehe grundsätzlich gute Schwimmer sind, wäre der Rehbock aufgrund fehlender natürlicher Uferbegrenzungen im Hafenbecken wohl erschöpft ertrunken, da er allein nicht mehr aus dem Wasser gekommen wäre.
Die Polizisten nahmen das Tier an Bord ihres Bootes und legten es am Anleger behutsam in einen Dienstwagen. Anschließend transportierten sie den geschwächten Rehbock in das niedersächsische Umland, wo er auf einem Feld wieder freigelassen wurde.
Warum das Reh in das stadtnahe Hafenbecken geraten war, konnte bislang nicht geklärt werden. Die Polizei geht davon aus, dass das Tier durch eine Gefahrensituation aufgeschreckt wurde und die Orientierung verlor. In diesem Zusammenhang bittet sie Hundebesitzer darum, auf ihre Tiere zu achten, um solche Zwischenfälle zu vermeiden.