Die Wasserschutzpolizei Duisburg warnt eindringlich vor dem Baden im Rhein zum Pfingstwochenende. Starke Strömungen, plötzlich auftretende Sogwirkungen, Strudel sowie der Schiffsverkehr können selbst geübte Schwimmer innerhalb weniger Sekunden in eine lebensbedrohliche Situation bringen.
Besonders gefährlich: Teilweise genügt es bereits, bis zu den Knöcheln im Wasser zu stehen. Durch die Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe können Menschen den Halt verlieren und mitgerissen werden. Was auf den ersten Blick ruhig wirkt, wird immer wieder unterschätzt.
Jedes Jahr kommt es im Rhein zu tödlichen Badeunfällen. „Hinter fast jedem Einsatz mit einer Person im Wasser stehen Familien, deren Leben in Sekunden zerbricht“, erklärt die Wasserschutzpolizei. „Am Rhein geht es für uns um Leben gegen Tod – und oft um Bilder, die bleiben!“ Für Angehörige, Freunde und Polizistinnen und Polizisten bleiben oft nur Fassungslosigkeit und Bilder, die sich nicht mehr vergessen lassen.
Mit der Präventionskampagne „RHEIN.REIN.TOT.“ macht die Polizei Duisburg gemeinsam mit Netzwerkpartnern wie der DLRG und der Wasserwacht erneut in den sozialen Medien auf die tödlichen Gefahren des Rheins aufmerksam. Ziel der Kampagne ist es, Menschen emotional zu erreichen und Badeunfälle zu verhindern.
Die Polizei empfiehlt stattdessen, das Pfingstwochenende und die Sonne mit einem Spaziergang oder einem Klappstuhl am Wasser, einem Eis auf der Rheinpromenade oder Zeit mit Familie und Freunden zu genießen – aber nicht mit einer Abkühlung im Rhein.
Die Wasserschutzpolizei in ganz Nordrhein-Westfalen gehört organisatorisch zum Polizeipräsidium Duisburg.