Ein 27-jähriger kosovarischer Staatsangehöriger sitzt wegen besonders schweren Betrugs in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Mannheim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim einen Haftbefehl gegen den Mann, der in Weinheim mit gefälschten Goldketten Geschäfte betrogen haben soll.
Der Tatverdächtige suchte am Nachmittag des 27. März 2026 einen Goldankauf- und Verkaufsladen in Weinheim auf. Dort verkaufte er unter Vorspiegelung der Echtheit eine gefälschte Goldkette für 4.100 Euro an den Ladenbetreiber. Der Mann wusste um die Unechtheit der Kette, ließ den Geschädigten jedoch in Unkenntnis darüber.
Am 13. April 2026 schlug der 27-Jährige erneut zu. Am Nachmittag bot er in einem weiteren Weinheimer Geschäft für den An- und Verkauf von Gold ebenfalls eine gefälschte Goldkette zum Verkauf für 4.100 Euro an. Auch diesmal handelte er in dem Wissen, dass die Goldkette unecht war.
Der zweite Betrugsversuch scheiterte jedoch: Der Geschädigte erkannte die Fälschung und hielt den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Nach der vorläufigen Festnahme am 13. April 2026 führte die Polizei den Mann am Dienstagnachmittag, dem 14. April 2026, dem Haft- und Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mannheim vor.
Der Richter erließ Haftbefehl wegen Betruges und versuchten Betruges. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige in beiden Fällen in der Absicht handelte, sich durch die wiederholte Tatbegehung eine fortlaufende Einnahmequelle von gewisser Dauer und einigem Umfang zu verschaffen. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde der 27-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.