In Pforzheim ist am Sonntag eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Die Bombe war am Mittwoch, 13. Mai 2026, kurz vor 11 Uhr bei Bauarbeiten im Erdreich gefunden worden. Mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, um die Evakuierung von rund 1.500 Menschen aus einem 1,5 Kilometer großen Sperrkreis zu unterstützen.
Der Fundort befand sich in einem Grünflächenbereich im neu gestalteten Quartierspark der Oststadt. Das Polizeipräsidium Pforzheim bereitete sich gemeinsam mit der Stadt Pforzheim, den Hilfsorganisationen und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst auf die Einsatzmaßnahmen vor. Die Stadt erließ eine Allgemeinverfügung, die am Sonntag ab 8 Uhr den Aufenthalt im Evakuierungsbereich untersagte.
Seit den frühen Morgenstunden des 17. Mai waren die Polizisten im Einsatz. Vereinzelt trafen sie noch Bürger in deren Wohnungen oder Fußgänger im öffentlichen Raum an, die aufgefordert wurden, der Allgemeinverfügung nachzukommen. Sieben Personen erhielten einen Platzverweis. In zwei Fällen leitete die Polizei nach Beleidigungen der Beamten Strafverfahren ein.
Gegen 14:17 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen und die Entschärfungsmaßnahmen konnten beginnen. Die Polizei hatte an wichtigen Punkten um den Evakuierungsradius Absperrungen eingerichtet, um sicherzustellen, dass ab 8 Uhr nur noch Berechtigte in den Bereich einfahren konnten. Nur vereinzelt kam es zu Beschwerden.
Parallel zum Evakuierungsbereich war auch eine temporäre Flugverbotszone eingerichtet worden. Dabei stellte die Polizei einen Verstoß während der Evakuierung fest: Ein Drohnenführer konnte von den Beamten ermittelt werden. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Weltkriegsbombe konnte zügig entschärft werden, so dass die Bürgerinnen und Bürger ab 15:00 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Zu wesentlichen Verkehrsbehinderungen im Umfeld des Evakuierungsbereichs kam es nicht.