Der DAX zeigte sich in der abgeschlossenen Kalenderwoche schwächer und gab um 1,57 Prozent auf 23.950,57 Punkte nach. Das Wochenhoch erreichte der Index bei 24.492,95 Punkten, während das Wochentief bei 23.917,63 Punkten lag. Die Handelswoche gestaltete sich bewegter, nachdem der Index von seinem Eröffungsniveau bei 24.333,31 Punkten deutlich zurückfiel.
An der Spitze der DAX-Gewinner standen Infineon Technologies mit einem Plus von 5,18 Prozent auf 65,19 Euro, gefolgt von Merck KGaA mit einem Zuwachs von 4,22 Prozent auf 117,35 Euro und Scout24 mit 3,27 Prozent auf 72,55 Euro. Die größten Verlierer waren MTU Aero Engines mit einem Minus von 9,03 Prozent auf 273,10 Euro, BMW mit einem Rückgang von 8,73 Prozent auf 74,40 Euro und Rheinmetall mit einem Verlust von 8,47 Prozent auf 1.120,00 Euro. Auffällig war die Schwäche bei Luftfahrt- und Automobilwerten, während Technologie- und Chemiepapiere tendenziell besser abschnitten.
Energieintensive Werte außer Automotive
BASF konnte sich mit einem Plus von 1,52 Prozent auf 52,63 Euro deutlich besser entwickeln als der Gesamtmarkt und zählte zu den wenigen DAX-Werten, die in der schwächeren Marktphase zulegen konnten. Heidelberg Materials hingegen gehörte mit einem Minus von 8,17 Prozent auf 169,15 Euro zu den größten Verlierern der Woche und entwickelte sich damit erheblich schwächer als der Index. Airbus verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste von 6,18 Prozent auf 167,64 Euro und blieb damit klar hinter der DAX-Entwicklung zurück. Die unterschiedliche Entwicklung der energieintensiven Werte spiegelte sektorspezifische Faktoren wider.
Automobilwerte in dieser Woche
Im DAX40 stehen mit BMW, Mercedes-Benz Group, Volkswagen, Porsche Automobil Holding, Continental und Daimler Truck sechs Werte mit Bezug zur Automobilbranche. BMW führte die Verliererliste mit einem Minus von 8,73 Prozent auf 74,40 Euro an, während Continental mit einem Rückgang von 3,00 Prozent auf 67,90 Euro und Daimler Truck mit minus 1,07 Prozent auf 39,79 Euro ebenfalls nachgaben. Mercedes-Benz Group konnte sich hingegen mit einem Plus von 1,31 Prozent auf 50,35 Euro gegen den Sektortrend behaupten, ebenso wie Porsche Automobil Holding mit 1,11 Prozent auf 31,95 Euro und Volkswagen mit 0,85 Prozent auf 87,94 Euro.
Nach der schwächeren Entwicklung in der vergangenen Handelswoche befindet sich der DAX weiterhin in einer volatilen Seitwärtsphase. Der Index konnte die Marke von 24.000 Punkten nicht nachhaltig verteidigen und bewegte sich in einer Bandbreite zwischen dem Wochentief und seinem zwischenzeitlichen Hoch. Die unterschiedlichen Sektorentwicklungen verdeutlichten die selektive Marktentwicklung, bei der einzelne Branchen deutlich voneinander abwichen.
Die kommende Handelswoche
Marktbeobachter dürften in der kommenden Handelswoche eine dichte Datenfolge auf der Agenda haben. Aus Deutschland steht turnusgemäß der ifo-Geschäftsklimaindex für Mai im Fokus, der die Unternehmensstimmung in Industrie und Dienstleistung abbilden soll; ergänzend dürften das GfK-Konsumklima sowie die zweite Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal 2026 in den Kalender fallen. Auf europäischer Ebene werden die HCOB-Einkaufsmanagerindizes für Mai erwartet, die Composite-, Manufacturing- und Services-Werte für die Eurozone enthalten. Aus den USA stehen das Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC-Minutes), die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie weitere Daten zum US-Immobilienmarkt im Kalender. Im DAX werden zudem die letzten Quartalsberichte einzelner Werte erwartet, deren Bilanzen erst spät im Berichtszeitraum vorgelegt werden. Politisch könnten Nachwirkungen des Trump-China-Besuchs sowie des jüngsten Telefonats zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump zur Iran-Politik und zu einer Ukraine-Friedenslösung weiter im Fokus stehen. An der Wall Street schloss der S&P 500 in der abgelaufenen Handelswoche mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 7.408,50 Punkten, während der Dow Jones praktisch unverändert bei 49.526,17 Punkten notierte.