Die Landeshauptstadt Wiesbaden, das Polizeipräsidium Westhessen und VelsPol Hessen e.V. bieten erstmals eine offene Sprechstunde für queere Menschen an. Die Veranstaltung „Gemeinsam. Sicher. Queer.“ findet am Mittwoch, 20. Mai 2026, von 16 bis 19 Uhr im Rathaus Wiesbaden (Raum 018) statt.
Eingeladen sind insbesondere Angehörige der LSBT*IQ-Community – Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Auch alle anderen Personen mit Fragen zu Sicherheit, Diskriminierung oder Unterstützung queerer Menschen in Wiesbaden können teilnehmen.
Hintergrund ist eine aktuelle Umfrage zu Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von LSBT*IQ-Personen in Wiesbaden. Die Ergebnisse zeigen, dass Angehörige sexueller und geschlechtlicher Minderheiten im öffentlichen Raum immer wieder Diskriminierungen oder Angriffe erleben. Viele Betroffene melden entsprechende Vorfälle jedoch nicht bei der Polizei oder anderen Stellen.
„Straftaten aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität haben in unserer Gesellschaft keinen Platz – das Polizeipräsidium Westhessen geht konsequent dagegen vor“, betont Polizeivizepräsidentin Katrin Thaler. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr LSBT*IQ-feindliche Straftaten ins Hellfeld bringen, indem wir ansprechbar sind und das Vertrauen stärken.“
Besucher können ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen und Fragen stellen – etwa zu Sicherheit im Alltag, Verhalten bei Diskriminierung oder Gewalt, polizeilicher Unterstützung und Anzeigenerstattung, Präventionsmaßnahmen oder lokalen Hilfsangeboten in Wiesbaden.
Für Gespräche stehen die LSBTIQ-Ansprechpersonen des Polizeipräsidiums Westhessen, die LSBTIQ-Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt Wiesbaden sowie VelsPol Hessen e.V. – das queere Netzwerk für Polizei, Justiz und Zoll in Hessen – zur Verfügung. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt und können auf Wunsch über die Veranstaltung hinaus weiter begleitet werden.
Die Sprechstunde ist Teil des „Queeren Sommers“ in Wiesbaden. Stadt und Polizei wollen damit ein klares Zeichen setzen: „Alle Menschen in Wiesbaden sollen sich sicher und respektiert fühlen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität.“