29-Jähriger füttert Löwen im Dortmunder Zoo mit mitgebrachtem Schweinegulasch

(Symbolbild)

Ein 29-jähriger Dortmunder hat am Dienstag (5. Mai) im Dortmunder Zoo eigenmächtig die Löwen gefüttert und dabei möglicherweise die Gesundheit der Raubkatzen gefährdet. Um 11:15 Uhr alarmierte die Zooleitung die Polizei, nachdem Mitarbeiter beobachtet hatten, wie der Mann selbst mitgebrachtes Fleisch in das Löwengehege warf.

Die Polizistinnen und Polizisten trafen den Mann kurz darauf im Bereich der Großkatzen an. Dieser erklärte den Beamten, dass er regelmäßig den Zoo besuche und die Löwen dieses Mal laute Geräusche von sich gegeben hätten. Daraus schloss er, dass die Tiere hungrig seien und handelte entsprechend.

In seinem Rucksack fanden die Beamten eine Packung mit Resten von Schweinegulasch. Ein Teil des mitgebrachten Fleisches hatte bereits ein Löwe gefressen. Die Aktion könnte jedoch ernste Folgen für die Raubtiere haben: Rohes Schweinefleisch ist für sämtliche Katzenarten gefährlich.

Eine Tierärztin des Zoos sicherte und fror die verbliebenen Fleischreste ein. Die Beamten übergaben die Personalien des 29-Jährigen an die Zooleitung. Strafrechtliche Konsequenzen hat der Vorfall für den Dortmunder nicht, da Löwen füttern zunächst keine Straftat darstellt. Sollten die Tiere jedoch erkranken, kann der Zoo die Behandlungskosten zivilrechtlich einklagen.

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