Nach vier Tagen ist die Rheydter Frühkirmes am Montag zu Ende gegangen. Die Polizei Mönchengladbach zieht eine positive Bilanz der gut besuchten Veranstaltung und lobt die präventive Wirkung angekündigter Kontrollen.
Für die Sicherheit setzten die Beamten zwei mobile Videobeobachtungsanlagen an der Straße Gracht ein. Eine mobile Wache an der Kreuzung Gracht/Limitenstraße diente als Anlaufpunkt für Kirmesgäste. Neben Polizistinnen und Polizisten der örtlichen Wachen, des Bezirksdienstes und der Bereitschaftspolizei waren auch Teams des Kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes im Einsatz.
Die Polizei hatte vorab anlassbezogene Personenkontrollen angekündigt – Teil ihres Konzepts gegen Messerkriminalität im öffentlichen Raum. Diese Ankündigung zeigte Wirkung: Von 387 kontrollierten Personen führten nur zwei ein Messer mit sich. Ein Messer durfte nach dem Waffengesetz nicht mitgeführt werden – der Besitzer erhielt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Ein Taschenmesser stellten die Polizisten zur Gefahrenabwehr sicher. Ein weiterer Kirmesbesucher hatte einen Schlagstock dabei, den die Beamten ebenfalls sicherstellten.
Insgesamt nahmen die Polizisten neun Strafanzeigen auf: wegen gefährlicher Körperverletzung, wechselseitiger Körperverletzung und Beleidigung, drei Handtaschendiebstählen sowie einer sexuellen Belästigung.
Bei dem Fall der sexuellen Belästigung hatte ein 18-Jähriger, der mit seinem 22-jährigen Bruder auf der Kirmes war, eine 40-jährige Frau belästigt. Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihrem 18-jährigen Sohn und dem 18-jährigen Beschuldigten sowie dessen Bruder. Der 22-Jährige wehrte sich gegen die hinzugekommenen Polizisten. Dabei wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt und konnte ihren Dienst nicht fortsetzen. Gegen den 22-Jährigen lag zudem ein offener Haftbefehl vor – er wurde in Polizeigewahrsam gebracht. Auch sein 18-jähriger Bruder verhielt sich aggressiv und kam zur Beruhigung ebenfalls auf die Polizeistation. Bei beiden wurden weitere Maßnahmen wie Blutproben veranlasst.
Die Polizei erteilte an den vier Kirmestagen 26 Platzverweise. Vier verloren gegangene Kinder konnten mit ihren Eltern wieder zusammengeführt werden.