Menden: 18-Jähriger leistet Widerstand bei Drogenkontrolle – Jobbetrug über TikTok aufgedeckt

(Symbolbild)

In Menden haben Polizisten am Donnerstagabend einen 18-jährigen Autofahrer wegen des Verdachts auf Drogenkonsum kontrolliert. Der junge Mann wehrte sich gegen die geplante Blutentnahme und beleidigte die Beamten.

Die Streifenbeamten wurden am Bräukerweg auf den Mendener aufmerksam und hielten ihn bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle an. Dabei ergaben sich Hinweise auf Rauschmittelkonsum, weshalb eine Blutentnahme auf der Wache angeordnet wurde. Der 18-Jährige beschimpfte die Polizisten als „Scheiß Bullen“ und leistete beim Transport zur Wache körperlichen Widerstand. Neben dem Verfahren wegen möglichen Fahrens unter Drogeneinwirkung muss er sich nun auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verantworten.

Parallel dazu beschäftigt ein Betrugsfall über TikTok die Mendener Polizei. Eine 29-jährige Frau war auf ein vage formuliertes Jobangebot in dem sozialen Netzwerk eingegangen und befürchtet nun den Missbrauch ihrer Bankdaten. Am vergangenen Dienstag stieß sie auf das Angebot und landete über WhatsApp schließlich in einem Telegram-Kanal, wo sie ihre Bankdaten preisgab. Ihre Aufgabe sollte darin bestehen, Online-Jobs mit maximal fünf Sternen zu bewerten und dafür bis zu 20 Euro zu erhalten. Nach wenigen Bewertungen wurde ihr das Ganze verdächtig, weshalb sie Anzeige erstattete.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen: Besonders gefährlich wird es, wenn Arbeitgeber völlig anonym bleiben und kein persönlicher Kontakt zustande kommt. Jobsuchende werden oft dazu gebracht, auf ihren Namen Konten zu eröffnen – angeblich zum „Testen“ des Eröffnungsverfahrens. Betrüger transferieren anschließend hohe Summen aus mutmaßlich illegalen Geschäften über diese Konten. Bis die Sache auffliegt, sind die Gelder abgebucht und betrogene Opfer stellen Forderungen an die „Tester“. Die Ermittlungen laufen wegen Geldwäsche-Verdachts. Einmal hochgeladene Ausweise lassen sich nicht zurückholen und können jahrelang für kriminelle Tätigkeiten genutzt werden.

Zusätzlich ereigneten sich in Menden mehrere Unfälle: Am Donnerstag gegen 16 Uhr stürzte an der Ecke Karl-Becker-Straße/Lendringser Hauptstraße ein Radfahrer. Er fuhr auf dem Gehweg aus der Karl-Becker-Straße Richtung Hauptstraße und bemerkte zu spät einen anderen Radfahrer auf dem Geh-/Radweg an der Lendringser Hauptstraße. Bei einer Vollbremsung stürzte der unter Alkoholeinfluss stehende 55-Jährige und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, wo ihm eine Blutprobe abgenommen wurde.

Am Mittwoch um 7.25 Uhr ereignete sich ein weiterer Unfall, als eine 59-jährige Autofahrerin von der Fischkuhle auf die Westtangente/B 7 abbog und aus unbekannten Gründen mit der Leitplanke zusammenstieß. Der Rettungsdienst versorgte die Fahrerin und brachte sie ins Krankenhaus. Ihr Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Außerdem meldete die Polizei einen Diebstahl: Am Dienstagnachmittag stahl ein Unbekannter an der Straße Lohsiepen vier auf einem Grundstück gelagerte Alu-Felgen.

» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen