Die Berliner Polizei sucht mit einem Foto nach der 91-jährigen Ursula Erna Martha Obigt, die seit Dienstag, dem 5. Mai, vermisst wird. Die rollstuhlpflichtige und hochdemente Seniorin befindet sich vermutlich noch immer in dem Auto, in dem sie zuletzt gesehen wurde.
Nach bisherigen Ermittlungen war die 91-Jährige zunächst gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem grauen MG ZS mit dem Kennzeichen B-HT 1268 unterwegs. Zuletzt wurden beide am 5. Mai um 18:18 Uhr in Lübeck auf einer Videoaufnahme in einem Mauttunnel gesehen – die Vermisste saß als Beifahrerin im Auto.
Am 7. Mai wurde der Ehemann der Vermissten allein und in hilflosem Zustand ohne das Fahrzeug im Bereich Kremmen in Brandenburg aufgefunden. Aufgrund einer starken Demenzerkrankung konnte er keine Angaben dazu machen, wo er das Auto verlassen hat. Er gab nur an, er habe sich festgefahren, sei dann ausgestiegen, um Hilfe zu holen und habe seine Frau im Auto zurückgelassen.
Ursula Obigt ist auf den Rollstuhl angewiesen und ebenfalls hochdement sowie fast erblindet. Die Polizei geht davon aus, dass sie sich noch immer im Fahrzeug befindet und sich in einer absolut hilflosen Lage ist. Großangelegte Suchmaßnahmen der Brandenburger Polizei und der Einsatz eines Polizeihubschraubers verliefen bislang erfolglos.
Das Auto kann in Waldgebieten oder anderen vom Straßenland nicht einsehbaren Bereichen um Kremmen, Amalienfelde, Orion, Staffelde und angrenzenden Gebieten stehen. Zur Bekleidung der Vermissten können keine Angaben gemacht werden.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 in der Charlottenburger Chaussee 75 in Berlin-Spandau unter der Rufnummer (030) 4664-271100 oder per E-Mail an dir2k34@polizei.berlin.de entgegen. Bei sofortigem polizeilichen Handlungsbedarf sollte der Notruf 110 gewählt werden.