Knapp zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben CDU und SPD ihre Sondierungsgespräche über ein Regierungsbündnis beendet und sich auf die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geeinigt. Das kündigten CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder und der noch amtierende Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) am Mittwoch in Mainz an.
Sollten die nun folgenden Verhandlungen erfolgreich verlaufen, würde es erstmals ein schwarz-rotes Regierungsbündnis in Rheinland-Pfalz geben. In diesem Fall würde Schnieder das Amt des Regierungschefs übernehmen.
Bei der Landtagswahl war die CDU zum ersten Mal seit 1987 mit 31,0 Prozent wieder stärkste Kraft geworden. Die SPD verlor im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren fast zehn Prozentpunkte und verzeichnete mit 25,9 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis in Rheinland-Pfalz. Realistische Alternativen zu einer Großen Koalition gibt es allerdings nicht.