Bayern: Schwere Dürre im Osten, wenig Regen verschärft die Lage – April 2026

Die Dürresituation in Bayern bleibt auch im April 2026 angespannt: Während der Westen des Freistaats noch überwiegend ausreichend feuchte Böden aufweist, leiden weite Teile Ostbayerns unter teilweise schwerer bis außergewöhnlicher Dürre. Das zeigt der aktuelle UFZ Dürre-Monitor vom 22. April 2026.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders drastisch ist die Lage in den südöstlichen Regionen Bayerns: Große Bereiche der Oberpfalz, Niederbayerns und Teile Oberfrankens sind tiefrot eingefärbt – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Auch weite Gebiete Mittelfrankens und des östlichen Oberbayerns zeigen orangerote Verfärbungen und damit schwere bis außergewöhnliche Trockenheit. Deutlich entspannter ist die Situation hingegen im Westen und Südwesten: Schwaben, das westliche Oberbayern und Teile Unterfrankens weisen noch gelbe bis hellbraune Farbtöne auf, was auf normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse hindeutet.

Die Wetterentwicklung der vergangenen Woche verstärkt die problematische Lage zusätzlich: Mit nur 1,9 Millimeter Niederschlag in sieben Tagen blieb der Regen weit unter dem für die Jahreszeit nötigen Niveau. Bei durchschnittlich 9,6 Grad und Höchsttemperaturen von über 21 Grad konnte die bestehende Trockenheit kaum gemildert werden. Auch die kommenden drei Tage bringen keine Entspannung – es ist kein Niederschlag vorhergesagt, bei Temperaturen bis zu knapp 20 Grad. Diese anhaltende Trockenheit verhindert, dass sich die Bodenfeuchte in den tieferen Schichten regenerieren kann.

Für die Landwirtschaft bedeutet das eine zunehmende Belastung: Besonders in Ostbayern drohen Ernteausfälle bei Getreide und anderen Feldfrüchten. Auch die Forstwirtschaft ist betroffen – trockene Böden schwächen Bäume und erhöhen das Risiko für Waldbrände. In den stark betroffenen Gebieten könnte die Wasserversorgung bei anhaltender Trockenheit unter Druck geraten, da Grundwasserstände weiter sinken.

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