Berlin zeigt gemischtes Dürrebild: Östliche Stadtteile von schwerer Trockenheit betroffen – 24. April 2026

Die Bodenfeuchte in Berlin und Brandenburg zeigt am 22. April 2026 ein deutlich geteiltes Bild: Während westliche Bereiche der Hauptstadtregion noch ausreichend Feuchtigkeit aufweisen, leiden östliche Stadtteile und angrenzende Gebiete unter schwerer bis außergewöhnlicher Dürre. Dies geht aus den aktuellen Daten des UFZ Dürremonitors hervor.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch stellt sich die Situation im östlichen Berlin und den angrenzenden Gebieten in Brandenburg dar. Hier zeigt die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung tiefrot eingefärbte Bereiche, die auf außergewöhnliche Dürrebedingungen hinweisen. Der Soil Moisture Index (SMI) erreicht in diesen Gebieten kritische Werte. Im Kontrast dazu präsentieren sich die westlichen Stadtbezirke Berlins in gelben bis orangefarbenen Tönen, was auf moderate Trockenheit hindeutet.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 39,7 Millimetern Niederschlag zunächst ermutigende Werte. Bei milden Temperaturen um 10,3 Grad Celsius hätten diese Regenfälle durchaus zur Bodenfeuchte beitragen können. Allerdings reichen diese kurzfristigen Niederschläge nicht aus, um die tiefer liegenden Bodenschichten nachhaltig zu befeuchten, die für die langfristige Wasserversorgung entscheidend sind. Die Wetteraussichten für die kommenden drei Tage verstärken die Sorgen: Mit null Millimetern erwartetem Niederschlag und trockenen Bedingungen wird sich die Dürresituation voraussichtlich weiter verschärfen.

Für die Berliner Landwirtschaft, insbesondere die urbanen Gärten und Grünflächen in den östlichen Bezirken, bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen. Gärtner und Landwirte müssen mit verstärkter Bewässerung rechnen. Auch die städtischen Parks und Straßenbäume in den betroffenen Gebieten leiden unter dem Wassermangel. Die Wasserversorgung der Hauptstadt ist zwar noch nicht gefährdet, jedoch sollten die Entwicklungen aufmerksam beobachtet werden, da sich die Trockenheit bei ausbleibendem Regen weiter ausbreiten könnte.

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