Ein Streit zwischen zwei Männern im Metronom-Zug hat am Freitagabend zu einem Polizeieinsatz am Northeimer Bahnhof und einer Zugverspätung von rund 30 Minuten geführt. Der Vorfall ereignete sich am 24. April 2026 um 21:40 Uhr auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen.
Die beiden 34-jährigen Männer – ein Deutsch-Amerikaner ohne festen Wohnsitz und ein Syrer aus Nörten-Hardenberg – gerieten während der Fahrt aneinander. Nach Polizeiangaben zerstörte der Mann aus Nörten-Hardenberg im Verlauf des Streits mutwillig das Mobiltelefon seines Bekannten. Das zerstörte Gerät begann daraufhin zu qualmen und wurde achtlos unter eine Sitzreihe geworfen.
Eine Zugbegleiterin, die auf den Vorfall aufmerksam wurde, leitete einen Nothalt ein. Auf Ansprachen des Zugpersonals reagierte der 34-jährige Syrer mit Bedrohungen und Beleidigungen.
Nach dem Eintreffen der Polizei am Northeimer Bahnhof verhielten sich beide Männer zunächst kooperativ, sodass ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Da die beiden diesem jedoch nicht nachkamen, sollten sie zur Durchsetzung in Gewahrsam genommen werden.
Als Beamte den Mann aus Nörten-Hardenberg festhielten, versuchte der alkoholisierte Deutsch-Amerikaner ihn zu befreien und griff die Polizeikräfte tätlich an. Gegen ihn musste Pfefferspray eingesetzt werden. Er wurde anschließend zur Behandlung – wie nach dem Einsatz von Pfefferspray üblich – in ein Göttinger Krankenhaus gebracht. Der syrische Mann wurde der Polizeidienststelle zugeführt und im Laufe der Nacht wieder entlassen.
Bei den Widerstandshandlungen wurden keine Polizeikräfte verletzt. Gegen beide Männer wurden diverse Ermittlungsverfahren eingeleitet.