Dürrealarm in Berlin: Extreme Trockenheit im Frühjahr 2026

Die aktuellen Daten des UFZ Dürremonitors zeigen für Berlin Ende April 2026 eine besorgniserregende Situation: Weite Teile der Region leiden unter ausgeprägter bis außergewöhnlicher Dürre. Besonders die südlichen und östlichen Bereiche Berlins sind von extremer Bodentrockenheit betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Dürrекarte vom 25. April offenbart ein dramatisches Bild für die Hauptstadtregion. Während die nordwestlichen Randbereiche noch gelbe bis orange Färbungen zeigen – was auf moderate Trockenheit hindeutet – dominieren im Zentrum und Süden Berlins sowie in Brandenburg die dunkelroten Farbtöne. Diese signalisieren außergewöhnliche Dürre in den Bodenschichten. Lediglich kleine Bereiche im äußersten Nordwesten zeigen noch ansatzweise normale Bodenfeuchtewerte.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die problematische Lage: Mit nur 6,8 Millimeter Niederschlag in sieben Tagen blieb der Regen weit unter dem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Die milden Temperaturen mit Höchstwerten um 17 Grad verstärkten die Verdunstung zusätzlich. Verschärfend kommt hinzu, dass für die kommenden drei Tage kein Niederschlag vorhergesagt ist. Die erwarteten trockenen Bedingungen werden die bereits kritische Bodenfeuchtesituation weiter verschlechtern, da der Boden ohne Wassernachschub weiter austrocknet.

Für die Landwirtschaft in Brandenburg und die Grünflächen Berlins bedeutet diese Entwicklung erheblichen Stress. Feldfrüchte und Gartenpflanzen leiden unter Wassermangel, was zu Ertragseinbußen führen kann. Die Waldbrandgefahr steigt deutlich an, und auch die städtische Vegetation zeigt bereits erste Anzeichen von Trockenstress. Wasserversorger müssen mit erhöhtem Verbrauch rechnen, während gleichzeitig die natürliche Grundwasserneubildung stark beeinträchtigt ist.

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