Leer/Emden – Gleich drei Verkehrsunfälle und drei Wildunfälle haben die Polizeiinspektion Leer/Emden in den vergangenen Tagen beschäftigt. Besonders schwer verletzt wurde ein 24-jähriger Motorradfahrer, der am Dienstagabend auf der Autobahn 31 bei Bunde auf einen Pkw auffuhr.
Der Motorradfahrer war gegen 18:46 Uhr hinter einem Opel Zafira eines 35-jährigen Fahrers auf der A 31 in Richtung Emden unterwegs, als der Pkw verkehrsbedingt abbremste. Der Motorradfahrer bemerkte dies zu spät und fuhr dem Fahrzeug hinten auf. Er zog sich schwere Verletzungen zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt im hohen vierstelligen Bereich. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Fahrbahn teilweise gesperrt.
Bereits am Dienstagmorgen gegen 9:45 Uhr hatte sich auf der Bundesstraße 72 bei Filsum ein weiterer Unfall ereignet. Ein 73-jähriger Mazda-2-Fahrer wollte nach links auf die A 28 in Richtung Oldenburg auffahren und übersah dabei den vorfahrtsberechtigten, entgegenkommenden 36-jährigen Fahrer eines Opel Astra. Dieser versuchte noch auszuweichen und touchierte dabei ein Verkehrsschild, ein Zusammenstoß der beiden Pkw ließ sich jedoch nicht mehr verhindern. Beide Fahrer zogen sich leichte Verletzungen zu. Der Sachschaden liegt insgesamt im unteren fünfstelligen Bereich.
Ebenfalls am Dienstagabend, gegen 19:10 Uhr, kam es in Uplengen zu einem Vorfahrtsunfall. Ein 20-jähriger VW-Golf-Fahrer wollte von der Straße Hinterm Hollsand nach links auf die Neufirreler Straße abbiegen und missachtete dabei die Vorfahrt einer 67-jährigen Toyota-Lexus-Fahrerin, die die Neufirreler Straße in Richtung Neufirrel befuhr. Bei dem Zusammenstoß zog sich die 67-Jährige leichte Verletzungen zu. Der Sachschaden liegt im hohen vierstelligen Bereich.
Neben den Verkehrsunfällen verzeichnete die Polizeiinspektion zuletzt auch eine Häufung von Wildunfällen. Am frühen Mittwochmorgen gegen 1 Uhr querte auf der A 31 im Bereich Moormerland ein Reh die Fahrbahn, als ein 49-jähriger Pkw-Fahrer in Richtung Bottrop unterwegs war – es kam zur Kollision. Am Dienstag gegen 3:30 Uhr traf es auf derselben Autobahn einen 21-jährigen Fahrer in Richtung Leer, unmittelbar vor der Anschlussstelle Weener querte ebenfalls ein Reh die Fahrbahn. Bereits am Montag gegen 4:30 Uhr kollidierte ein 59-jähriger Fahrer auf der Alten Landstraße in Moormerland mit einem Reh. Bei allen drei Wildunfällen entstand jeweils Sachschaden am Fahrzeug.
Die Polizei weist darauf hin, dass sich die meisten Wildunfälle in der Dämmerung und den frühen Morgenstunden ereignen. Die teilweise diffusen Lichtverhältnisse erschweren es Fahrern, Wildtiere rechtzeitig zu erkennen. Werden Tiere vom Scheinwerferlicht geblendet, bleiben sie oft unvermittelt stehen. Die Polizei empfiehlt, auf Wildwechsel-Schilder zu achten und die Geschwindigkeit vor allem in der Dämmerung anzupassen. Steht unerwartet ein Wildtier auf der Straße, gilt: Fernlicht abblenden, kontrolliert abbremsen, hupen – und keinesfalls die Lichthupe betätigen.
Von riskanten Ausweichmanövern wird dringend abgeraten. Diese enden nicht selten in Kollisionen mit Bäumen oder im Gegenverkehr und sind oftmals deutlich gefährlicher als ein Zusammenstoß mit dem Tier. Zudem sind Wildtiere häufig nicht allein unterwegs, weshalb Fahrer stets auf mögliche Nachzügler achten sollten. So bleibt dem Tier ein Fluchtweg, und weitere Gefahren können vermieden werden.
Hinweise nehmen die zuständigen Dienststellen entgegen: Polizei Leer 0491-976900, Polizei Emden 04921-8910, Autobahnpolizei Leer 0491-960740, Polizeistation Borkum 04922-91860, Polizeistation Bunde 04953-921520, Polizeistation Filsum 04957-928120, Polizeistation Hesel 04950-995570, Polizeistation Jemgum 04958-910420, Polizeistation Moormerland 04954-955450, Polizeistation Ostrhauderfehn 04952-829680, Polizeistation Rhauderfehn 04952-9230, Polizeistation Uplengen 04956-927450, Polizeistation Weener 04951-914820 sowie Polizeistation Westoverledingen 04955-937920.