Nordrhein-Westfalen erlebt am kommenden Wochenende eine biometeorologisch angespannte Lage (menschliche Reaktion auf das Wetter) mit ausgeprägter thermischer Belastung (Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind) und erheblichen Auswirkungen auf Psyche und Kreislauf. Die morgige Frühphase bildet eine kurze Entlastung, bevor sich die Bedingungen deutlich verschärfen.
Heute Nachmittag: Hohe Gefährdung für Psyche und Kreislauf
Die zweite Tageshälfte des 21. Juni bringt eine starke Wärmebelastung mit sich. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit unterliegt einer hohen Gefährdung, ebenso wie die Migräneanfälligkeit (Neigung zu wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen) und die Schlafqualität. Konzentration und Leistungsfähigkeit sinken deutlich, gleichzeitig nimmt die Reizbarkeit und motorische Unruhe zu. Für Menschen mit niedrigem Blutdruck (hypoton) besteht eine hohe Gefährdung durch Kreislaufbeschwerden wie Mattigkeit und Schwindel; auch die Kopfschmerz-Anfälligkeit ist bei dieser Gruppe erhöht. Personen mit erhöhtem Blutdruck (hyperton) müssen ebenfalls mit einer hohen Gefährdung für Herz-Kreislauf-Beschwerden rechnen. Zusätzlich sind entzündlich rheumatische Beschwerden (z.B. Gelenkentzündungen wie Rheuma) belastet. Der Schmerzempfindlichkeit und die Anfälligkeit für Asthma bleiben dagegen unbeeinflusst.
Morgen Vormittag: Vorübergehende Entspannung
Der Morgen des 22. Juni bietet Erleichterung. Das allgemeine Befinden unterliegt keinem nachteiligen Einfluss, die thermische Belastung ist nur schwach ausgeprägt. Menschen mit niedrigem Blutdruck haben nur noch eine geringe Gefährdung für Kreislaufbeschwerden, ohne dass Kopfschmerzen relevant belastet werden. Alle übrigen Faktoren — Herz-Kreislauf bei erhöhtem Blutdruck, entzündliche und degenerative rheumatische Beschwerden sowie Asthma — zeigen keinen Einfluss.
Morgen Nachmittag bis übermorgen Nachmittag: Zweite und dritte Welle der Belastung
Am Nachmittag des 22. Juni verstärkt sich die Situation erneut deutlich. Eine hohe Gefährdung betrifft wieder die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit, die Migräneanfälligkeit, die Schlafqualität, Konzentration, Leistungsfähigkeit sowie Reizbarkeit und motorische Unruhe. Die thermische Belastung wird wiederum als stark klassifiziert. Kreislauflabilen Menschen drohen erneut hohe Gefährdung durch Mattigkeit und Schwindel, begleitet von Kopfschmerzen. Menschen mit erhöhtem Blutdruck sind ebenso betroffen. Entzündlich rheumatische Beschwerden verschärfen sich, während Schmerzempfindlichkeit und Asthma-Anfälligkeit unbeeinflusst bleiben.
Der Vormittag des 23. Juni bringt wieder Entspannung mit schwacher Wärmebelastung und keinem nachteiligen Einfluss auf das allgemeine Befinden. Menschen mit niedrigem Blutdruck haben nur geringe Gefährdung. Die übrigen Indikatoren sind unbelastet.
Der Nachmittag des 23. Juni setzt die Belastungsserie fort. Die psychisch-geistige Leistungsfähigkeit unterliegt hoher Gefährdung, Migräneanfälligkeit und Schlafqualität sind stark belastet, Konzentration und Reizbarkeit nehmen deutlich ab. Erstmals zeigt sich auch eine hohe Gefährdung für die Bereitschaft zu Depressionen. Die thermische Belastung ist abermals stark. Personen mit niedrigem Blutdruck sind hochgradig gefährdet durch Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen, ebenso Menschen mit erhöhtem Blutdruck. Die Schmerzempfindlichkeit nimmt leicht zu, entzündlich rheumatische Beschwerden sind wiederum hochgradig belastet. Asthma-Anfälligkeit bleibt gering.
Handlungsempfehlungen
An allen Nachmittagsphasen (21., 22. und 23. Juni) sollte der Aufenthalt im Freien während der Mittags- und Nachmittagsstunden vermieden werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leichte Kost sind zentral, insbesondere für ältere Menschen und Kinder, die erhöhte Fürsorge benötigen. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht geboten. Am 23. Juni wird zusätzlich schonendes Verhalten empfohlen, besonders für Menschen mit entzündlich rheumatischen Beschwerden. In den Vormittagsphasen des 22. und 23. Juni können Bewegungen im Freien in den kühleren Morgen- und Abendstunden zur Stärkung der Abwehrkräfte beitragen.
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Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD). Stand: 21.06.2026. Die Daten werden täglich aktualisiert.