Hamburg befindet sich laut dem aktuellen UFZ Dürremonitor in einer Phase mäßiger Trockenheit. Die Hansestadt ist auf der Karte vom 29. April 2026 deutlich gelb eingefärbt, was auf einen reduzierten Bodenfeuchtegehalt hinweist. Während die umliegenden Regionen in Schleswig-Holstein teils noch normale Feuchteverhältnisse aufweisen, zeigt sich in Hamburg eine klare Verschlechterung der Bodenfeuchtesituation.

Die Dürremonitor-Daten des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung verdeutlichen regionale Unterschiede: Während die westlichen Bereiche Schleswig-Holsteins noch weitgehend normale bis feuchte Bedingungen zeigen, erstreckt sich ein gelber Gürtel mäßiger Trockenheit von Hamburg über weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns. Besonders auffällig sind die orangefarbenen bis roten Bereiche im östlichen Teil der Karte, die auf schwere bis außergewöhnliche Dürre hindeuten.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche bestätigen die problematische Entwicklung: Hamburg verzeichnete in den letzten sieben Tagen keinen einzigen Millimeter Niederschlag bei durchschnittlich 8,5 Grad Celsius. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Regen in Sicht, während die Temperaturen auf bis zu 25,5 Grad ansteigen sollen. Diese Kombination aus ausbleibendem Niederschlag und steigenden Temperaturen verschärft die Verdunstung und damit die Austrocknung der oberen Bodenschichten.
Für die Landwirtschaft in und um Hamburg bedeutet die aktuelle Situation eine zunehmende Herausforderung. Gerade in der wichtigen Wachstumsphase vieler Kulturen im Frühjahr ist ausreichende Bodenfeuchtigkeit entscheidend. Auch die städtischen Grünflächen und Parks könnten bei anhaltender Trockenheit unter Stress geraten. Die Wasserversorger sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen, auch wenn die aktuelle Stufe der mäßigen Trockenheit noch keine akuten Versorgungsengpässe erwarten lässt.
Den aktuellen Wetterbericht für Hamburg finden Sie hier.