Die Dürresituation in Baden-Württemberg hat sich deutlich verschärft. Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für den 30. April eine besorgniserregende Entwicklung: Während der Norden des Landes noch überwiegend normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse aufweist, leiden große Teile des Südostens unter moderater bis schwerer Dürre.

Besonders dramatisch ist die Lage im Raum zwischen Stuttgart und der bayerischen Grenze. Hier zeigen sich ausgedehnte Gebiete in Orange und teilweise sogar in Rot – ein Zeichen für außergewöhnliche Trockenheit im Boden. Auch der Bodenseeraum und Teile des Schwarzwalds sind von moderater Dürre betroffen. Im Gegensatz dazu präsentiert sich der Nordwesten Baden-Württembergs noch in deutlich besserer Verfassung mit gelben bis hellbraunen Bereichen, die normale bis leicht unterdurchschnittliche Bodenfeuchte anzeigen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die problematische Entwicklung: In den letzten sieben Tagen fiel praktisch kein Niederschlag, während die Durchschnittstemperatur bei 13,7°C lag und die Höchstwerte sogar 22,9°C erreichten. Auch die kommenden drei Tage bringen keine Entspannung – es wird weiterhin kein Regen erwartet, stattdessen steigen die Temperaturen auf bis zu 26,2°C. Diese Kombination aus ausbleibenden Niederschlägen und steigenden Temperaturen verstärkt die Verdunstung und verschlechtert die Bodenfeuchtesituation weiter.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies erhebliche Herausforderungen, insbesondere in den betroffenen Regionen Südostbaden-Württembergs. Landwirte müssen bereits jetzt über verstärkte Bewässerung nachdenken, um Ernteverluste zu vermeiden. Auch die Forstwirtschaft steht vor Problemen – trockene Böden erhöhen das Waldbrandrisiko und schwächen die Bäume. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit ebenfalls unter Druck geraten, wobei die Situation regional sehr unterschiedlich ist.
Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.