Sachsen leidet unter einer dramatischen Dürresituation: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für den 30. April 2026 großflächig rote bis dunkelrote Bereiche, die auf schwere bis außergewöhnliche Dürre hinweisen. Nur wenige Gebiete im südwestlichen Sachsen weisen noch normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf.

Besonders dramatisch ist die Lage in Nord- und Ostsachsen: Hier dominieren dunkelrote Flächen, die eine außergewöhnliche Dürre anzeigen. Die Region um Leipzig und Dresden ist ebenso betroffen wie weite Teile der Lausitz. Etwas entspannter stellt sich die Situation lediglich im südwestlichen Bereich dar, wo vereinzelt noch gelbe bis orangefarbene Bereiche auf moderate Trockenheit hindeuten. Diese entspanntere Lage zeigt sich vor allem in Teilen des Erzgebirgsvorlandes.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche erklären die prekäre Situation: Mit null Millimetern Niederschlag in den letzten sieben Tagen blieb jeglicher Wassernachschub aus. Bei Durchschnittstemperaturen von 9,6 Grad und Höchstwerten bis 19,8 Grad konnte die vorhandene Bodenfeuchte weiter verdunsten. Die Wettervorhersage für die kommenden drei Tage verspricht keine Entspannung: Auch hier werden null Millimeter Niederschlag erwartet, während die Höchsttemperaturen auf bis zu 26,7 Grad steigen sollen. Diese warmen, trockenen Bedingungen werden die Dürresituation weiter verschärfen.
Für die sächsische Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine ernste Bedrohung. Frühjahrsbestellungen könnten erschwert werden, und bereits gesäte Kulturen leiden unter Wassermangel. Auch die Forstwirtschaft steht vor Herausforderungen, da trockene Böden die Waldbrandgefahr erhöhen und Bäume schwächen. Die Wasserversorgung könnte regional unter Druck geraten, wenn sich die Trockenheit weiter fortsetzt und Grundwasserstände sinken.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen finden Sie hier.