Dürre spaltet Schleswig-Holstein: Ostholstein besonders betroffen – 2. Mai 2026

Die Dürresituation in Schleswig-Holstein zeigt ein geteiltes Bild: Während weite Teile des nördlichen Landesteils noch normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, herrscht im Osten des Landes deutliche Trockenheit. Das zeigen die aktuellen Daten des UFZ Dürremonitors vom 30. April 2026.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders gravierend ist die Lage in Ostholstein und den östlichen Bereichen um Lübeck, wo sich auf der Dürremonitor-Karte rot bis dunkelrot eingefärbte Gebiete zeigen – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre im Boden. Diese östlichen Regionen weisen einen kritisch niedrigen Soil Moisture Index auf. Im Kontrast dazu präsentieren sich große Teile Nordfrieslands, der Westküste und des Hamburger Umlandes in gelben bis weißen Farbtönen, was auf normale bis leicht trockene Bodenfeuchteverhältnisse hindeutet.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die angespannte Situation: Mit null Millimetern Niederschlag in den letzten sieben Tagen und Höchsttemperaturen von bis zu 22,2 Grad konnte sich die Bodenfeuchte nicht erholen. Auch die Wetterprognose verspricht keine Entspannung – in den kommenden drei Tagen ist ebenfalls kein Regen zu erwarten, bei steigenden Temperaturen bis 25,1 Grad. Diese anhaltende Trockenheit verschärft die bereits kritische Lage in den betroffenen Gebieten weiter.

Für die Landwirtschaft in Ostholstein bedeutet dies eine ernste Herausforderung: Getreide und andere Feldfrüchte leiden unter Wassermangel, was Ertragseinbußen zur Folge haben könnte. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den trockenen Regionen deutlich an. Die Wasserversorgung ist bisher noch nicht gefährdet, doch Gemeinden in den betroffenen Gebieten sollten einen sparsamen Umgang mit Wasser fördern.

Den aktuellen Wetterbericht für Schleswig-Holstein finden Sie hier.