Hamburg: Dürresituation verschärft sich trotz erwarteter Regenfälle – Mai 2026

Die Dürresituation in Hamburg und Norddeutschland bleibt besorgniserregend: Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 2. Mai 2026 zeigt für weite Teile der Region gelbe bis orange Einfärbungen, die auf moderate bis starke Trockenheit in den Böden hinweisen. Während die Hansestadt selbst noch im gelben Bereich liegt, verstärkt sich die Dürrewirkung in den östlichen Nachbarregionen deutlich.

Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Hamburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders betroffen sind die Gebiete östlich von Hamburg, wo der Soil Moisture Index bereits orange bis rote Werte erreicht. Diese Bereiche leiden unter ausgeprägter Bodentrockenheit. Im Gegensatz dazu zeigen sich die westlichen und nördlichen Küstenregionen Schleswig-Holsteins noch in einem neutralen bis leicht feuchten Zustand, erkennbar an den hellgrauen bis weißen Flächen auf der UFZ-Karte. Hamburg selbst befindet sich in einer Übergangszone zwischen diesen Extremen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die angespannte Lage: Mit nur 1,5 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen erhielten die Böden kaum Feuchtigkeit, während die Höchsttemperatur von 26,1 Grad Celsius die Verdunstung zusätzlich anheizte. Zwar sind für die kommenden drei Tage 7,9 Millimeter Regen angekündigt, doch diese Menge reicht nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Kurze Regenschauer können lediglich die oberste Erdschicht benetzen, während die für Pflanzen wichtigen tieferen Bereiche trocken bleiben.

Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet dies eine kritische Phase: Junge Saaten und Kulturen leiden unter Wasserstress, was Erträge gefährden könnte. Auch die städtische Vegetation in Hamburg zeigt bereits erste Anzeichen von Trockenstress. Die Wasserversorgung ist derzeit noch nicht gefährdet, doch Wasserbehörden beobachten die Grundwasserstände aufmerksam. Gärtner und Landwirte sollten ihre Bewässerung anpassen und wassersparende Maßnahmen ergreifen.

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