Am Dresdner Hauptbahnhof hat die Bundespolizei in der Nacht zum Montag zwei mutmaßliche Fahrraddiebe festgenommen. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Beamten gegen 2:40 Uhr auf das Geschehen aufmerksam gemacht.
Ein 17-jähriger Deutscher informierte eine Streife der Bundespolizei darüber, dass zwei Männer vor dem Haupteingang des Bahnhofs dabei seien, Fahrradschlösser gewaltsam zu öffnen. Beim Eintreffen der Beamten bot sich ein deutliches Bild: Mehrere Fahrräder waren bereits auf einem Haufen zum Abtransport bereitgelegt worden.
Einer der Tatverdächtigen, ein 21-jähriger litauischer Staatsangehöriger, hantierte gerade mit einem Fahrradsattel. Als er die Beamten bemerkte, ließ er den Sattel fallen und flüchtete sofort über die Straße. Nach kurzer Verfolgung zu Fuß konnten die Beamten den Flüchtigen auf einer Grünfläche zwischen der Wiener Straße und dem Bahndamm festnehmen.
Sein Komplize, ein 19-jähriger ebenfalls litauischer Staatsangehöriger, verhielt sich besonders dreist: Er fuhr der Streife auf einem der gestohlenen Fahrräder hinterher, konnte jedoch durch Kräfte der Bundespolizei festgenommen werden.
Die Ermittlungen ergaben, dass die beiden Männer keine Unbekannten waren. Erst am Vorabend des 3. Mai waren sie bei einem ähnlichen Vorfall an einem Supermarkt auf der Prager Straße polizeilich in Erscheinung getreten.
Beide Personen machten einen alkoholisierten beziehungsweise berauschten Eindruck. Auf der Wache zeigte sich der 19-Jährige zudem unkooperativ und urinierte gegen eine Sicherheitstür im Gewahrsamsbereich. Die weiteren Ermittlungen führt zuständigkeitshalber die Polizei Sachsen.