Bei einem Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Linienbus der Dresdner Verkehrsbetriebe sind am Sonntagmorgen 30 Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich gegen 8:40 Uhr im Bereich Warthaer Straße/Cossebauder Straße in Dresden-Briesnitz.
Bei der Kollision entgleiste die Straßenbahn in einer Kurve und sprang aus dem Gleisbett. Sowohl im Bus als auch in der Straßenbahn wurden mehrere Fahrgäste durch den Aufprall im Fahrzeug umhergeschleudert und verletzt. Aufgrund der steigenden Anzahl an Verletzten löste die Feuerwehr MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) aus.
Fünf Verletzte mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert werden. Weitere 25 Personen erlitten leichte Verletzungen, konnten jedoch vor Ort versorgt und die Einsatzstelle eigenständig verlassen. Unter den 30 Betroffenen befanden sich auch die beiden Fahrzeugführer, die zusätzlich psychologisch betreut werden.
Nach Abschluss der medizinischen Maßnahmen konzentriert sich der Einsatz auf die technische Hilfeleistung. Fachberater der Dresdner Verkehrsbetriebe sowie Spezialkräfte für Straßenbahnhilfeleistung der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Albertstadt sind vor Ort. Mit hydraulischen Hebegeräten und einer Verschiebebrücke wird die Straßenbahn angehoben und schrittweise wieder in das Gleisbett eingesetzt.
Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern. Für diesen Zeitraum bleiben die Warthaer Straße sowie die Cossebauder Straße voll gesperrt. Im Einsatz befinden sich rund 90 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Dresden, der Stadtteilfeuerwehren Wilschdorf und Weixdorf, mehrerer Rettungswachen sowie alle Führungsdienste.