Autodieb kracht bei Flucht in Gebüsch – 35-Jähriger nach Verfolgungsjagd festgenommen

Foto: Polizei Oberhausen

Ein 35-jähriger Mann aus Tunesien wurde am späten Sonntagabend nach einem gescheiterten Autodiebstahl auf dem Parkplatz des Ostfriedhofs in Oberhausen festgenommen. Gegen 22:00 Uhr hatten aufmerksame Zeugen eine verdächtige Person gemeldet.

Die Beobachter sahen den Mann zunächst in einem blauen Fahrzeug sitzen. Kurz darauf ertönte ein lauter Knall, und der Wagen setzte sich in Bewegung. Bei seiner chaotischen Flucht kollidierte der Dieb mit Blumenkübeln und einem geparkten Auto, bevor er schließlich in einem Gebüsch zum Stehen kam. Der Crash führte zu starker Rauchentwicklung im Straßenbereich.

Zeitgleich bemerkte ein anderer Zeuge, dass sein Fahrzeug von seinem Parkplatz verschwunden war. Als er seine Wohnung verließ, traf er den mutmaßlichen Autodieb noch auf der Straße an. Bei dem Versuch, den Mann zur Rede zu stellen, kam es zu einer kurzen körperlichen Auseinandersetzung. Der Tatverdächtige konnte sich jedoch losreißen und flüchtete zu Fuß in Richtung Bergstraße. Der Fahrzeugbesitzer blieb unverletzt.

Die sofort eingeleitete Fahndung führte zum Erfolg: Polizeikräfte stellten den Flüchtigen kurze Zeit später und nahmen ihn fest. Sowohl bei der Festnahme als auch im anschließenden Polizeigewahrsam leistete der 35-Jährige Widerstand und verhielt sich gegenüber den Beamten äußerst aggressiv.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Tunesier nicht in Deutschland gemeldet ist und keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. In dem von ihm benutzten Opel Kadett entdeckten die Beamten auf dem Beifahrersitz diverse Werkzeuge, darunter auch Zangen, die mutmaßlich zum Kurzschließen des Fahrzeugs verwendet wurden. Das Auto wurde zur Beweissicherung sichergestellt und abgeschleppt. Den 35-Jährigen erwarten nun zahlreiche Strafverfahren. Das zuständige Kriminalkommissariat führt die weiteren Ermittlungen.