Bär: Fusionsforschungs-Durchbruch bis Mitte der 2030er Jahre erwartet – 2,4 Milliarden Euro im Haushalt

via dts Nachrichtenagentur

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) rechnet mit einem Durchbruch in der Fusionsforschung bis Mitte der 2030er Jahre und bekräftigt das Ziel, den ersten Fusionsreaktor der Welt in Deutschland zu bauen. „Wir haben im Koalitionsvertrag auch verankert, dass der erste Fusionsreaktor der Welt in Deutschland stehen soll“, sagte Bär dem Magazin „Politico“ am Samstag.

Ihr Ministerium hat die Fusion als eine der „ganz großen Schlüsseltechnologien“ in der Hightech-Agenda eingestuft. Zur zeitlichen Einordnung erklärte die CSU-Politikerin, aus ihrer Sicht sei ein Durchbruch eher Anfang bis Mitte der 2030er Jahre zu erwarten. Ihr Haus konzentriere sich bewusst auf diesen Weg.

Für die Fusionsforschung stehen bereits erhebliche Finanzmittel bereit. „Ich habe jetzt in meinem Haushalt für die Fusion 2,4 Milliarden. Wir wollen keine Gießkannenausgaben machen“, betonte Bär. Zudem verwies sie auf bereits laufende Förderungen und eine Fusionsroadmap, die im Kabinett verabschiedet wurde.

Parallel dazu sieht Bär Deutschland gut positioniert für den Aufbau einer europäischen „KI-Gigafactory“. „Mindestens eine soll nach Deutschland“, erklärte die Bundesforschungsministerin. Die nationale Finanzierung sei gesichert und im Haushalt festgeschrieben. Deutschland habe mehrere Konsortien in Stellung gebracht. Die finale Entscheidung liege nun bei der EU-Kommission.