Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte vom 19. Mai zeigt für Bayern ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, herrscht im südlichen Bayern deutliche Trockenheit mit schwerer Dürre in weiten Teilen.

Konkret zeigen sich im Norden und Nordwesten Bayerns – etwa von Unterfranken bis in die nördliche Oberpfalz – vorwiegend grüne bis blaue Bereiche, die normale bis feuchte Bodenfeuchte-Verhältnisse anzeigen. Der mittlere Bereich des Freistaats weist überwiegend orange Töne auf, was moderate Dürre bedeutet. Der gesamte südliche Landesteil von Schwaben bis nach Niederbayern und ins Alpenvorland zeigt großflächig rote Bereiche, die schwere Dürre kennzeichnen. Besonders betroffen sind die südöstlichen Gebiete mit dunkelroten Flächen, die extreme Dürre anzeigen.
Die niedrigen Niederschläge der vergangenen Woche von nur 2,7 mm verstärken die auf der Karte sichtbare Trockenheit. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel des träge reagierenden Gesamtbodens darstellt, spiegelt sie die anhaltende Trockenphase wider. Die für die nächsten drei Tage prognostizierten 0 mm Niederschlag bei Höchsttemperaturen bis 28,3°C werden die Bodentrockenheit weiter verstärken.
Die schwere bis extreme Dürre im südlichen Bayern erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bewässerungsmaßnahmen könnten in den betroffenen Gebieten notwendig werden. Die moderate Dürre in Mittelbayern deutet auf beginnenden Trockenstress für Vegetation hin, während der feuchte Norden aktuell günstige Bedingungen für das Pflanzenwachstum bietet.
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