Bayern: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – UFZ-Bericht vom 17. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Bayern ein deutlich geteiltes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der südliche Landesteil überwiegend schwere Dürre (rot) bis extreme Dürre (dunkelrot) aufweist, zeigen sich im nördlichen Bayern normale bis feuchte Bodenfeuchtigkeitswerte.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders betroffen sind die Regionen südlich einer Linie von etwa Augsburg bis Passau. Hier dominieren rote Flächen, die auf schwere Dürre im Gesamtboden bis 1,8 Meter Tiefe hinweisen – ein statistisch alle 20 Jahre auftretendes Ereignis. Entlang der Alpen und in Teilen Niederbayerns zeigen sich vereinzelt dunkelrote Bereiche mit extremer Dürre. In deutlichem Kontrast dazu präsentieren sich Nord- und Mittelbayern mit überwiegend grünen und blauen Bereichen, die normale bis feuchte Bodenverhältnisse anzeigen.

Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit nur 3 Millimeter Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen eine anhaltend trockene Phase. Bei erwarteten 1,1 Millimeter Regen in den kommenden drei Tagen und Höchsttemperaturen bis 21,9 Grad wird sich die Lage im Gesamtboden kurzfristig nicht entspannen. Der UFZ-Dürremonitor bildet als 14-Tage-gleitendes Mittel die träge Reaktion der tieferen Bodenschichten ab, die erst bei anhaltenden Niederschlägen auf die akute Trockenphase reagieren würden.

Die schwere Dürre in Südbayern erfordert verstärkte Aufmerksamkeit für landwirtschaftliche Bewässerung und Waldmonitoring. Der deutliche Nord-Süd-Gradient zeigt jedoch, dass etwa die Hälfte des Bundeslandes von normaler Bodenfeuchte profitiert. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und stellt die Gesamtbodensituation bis 1,80 Meter Tiefe dar.

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