Berlin: Bodenfeuchte zeigt moderate Trockenheit im Süden – Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Berlin ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der nördliche Teil der Hauptstadt noch normale bis leicht feuchte Verhältnisse aufweist, dominiert im südlichen Berlin moderate Dürreklasse (orange). Etwa die Hälfte des Stadtgebiets ist von dieser moderaten Trockenheit betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die regionale Verteilung zeigt deutliche Unterschiede: Im nördlichen Berlin sind überwiegend normale Bodenfeuchteverhältnisse (grün-gelbe Töne) zu verzeichnen, während sich von der Stadtmitte nach Süden hin zunehmend orange Bereiche ausbreiten, die der UFZ-Klassifikation „moderate Dürreklasse“ entsprechen. Diese statistisch alle zehn Jahre auftretende Trockenheitsstufe erfasst weite Teile des südlichen Stadtgebiets.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 8,1 mm Niederschlag unterdurchschnittliche Werte bei moderaten Temperaturen von durchschnittlich 10,4°C. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel des träge reagierenden Gesamtbodens darstellt, spiegeln sich die jüngsten Niederschläge noch nicht vollständig wider. Für die kommenden drei Tage sind keine Niederschläge prognostiziert bei Höchsttemperaturen um 17°C.

Die moderate Dürreklasse im südlichen Berlin erfordert erhöhte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft und Gartenbewirtschaftung. Für die Wasserversorgung der Hauptstadt stellt die aktuelle Lage noch keine Einschränkungen dar, jedoch sollten die Entwicklungen beobachtet werden. Der träge Gesamtboden benötigt anhaltende Niederschläge über mehrere Wochen für eine nachhaltige Erholung.

Den aktuellen Wetterbericht für Berlin finden Sie hier.

» Zum Wetterbericht für Berlin