Berlin: Moderate Dürre trotz angekündigtem Regen – UFZ warnt vor anhaltender Trockenheit

Berlin befindet sich laut dem aktuellen Dürremonitor des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in einer moderaten Dürresituation. Die Karte vom 4. Mai zeigt für die Hauptstadtregion gelb-orange eingefärbte Bereiche, die auf deutlich unterdurchschnittliche Bodenfeuchte hinweisen.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Während Berlin und Brandenburg überwiegend von moderater bis deutlicher Trockenheit geprägt sind, zeigen sich in der weiteren Umgebung drastischere Unterschiede: Besonders kritisch ist die Lage in den südöstlichen Gebieten Brandenburgs und Sachsens, wo der UFZ Dürremonitor dunkelrote Bereiche ausweist – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Deutlich besser ist die Situation hingegen in den westlichen Regionen, die teilweise noch ausreichende Bodenfeuchtewerte aufweisen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verdeutlichen die Ursache der Trockenheit: Mit lediglich 0,5 Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 15,6 Grad und Spitzenwerten bis 28,8 Grad konnte sich die Bodenfeuchtesituation kaum erholen. Auch der für die kommenden drei Tage erwartete Regen von knapp 16 Millimetern wird an der grundsätzlichen Dürresituation wenig ändern – denn die oberflächlichen Niederschläge reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten, die für die Wasserversorgung der Vegetation entscheidend sind.

Für Landwirte in der Region bedeutet dies eine anhaltende Herausforderung bei der Bewässerung ihrer Kulturen. Auch die städtischen Grünflächen und Parks in Berlin leiden unter der reduzierten Bodenfeuchtigkeit. Die Wasserversorgung der Hauptstadt ist zwar nicht akut gefährdet, doch die anhaltende Trockenheit erfordert weiterhin einen bewussten Umgang mit der wertvollen Ressource.

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